Die vorhandenen Fähren sind voll ausgelastet. Foto: KE

Kapazität des Seefrachtverkehrs reicht nicht aus

Gouverneur Alichanow über Investitionsprojekte zum Ausbau des Seeverkehrs: „Wir unterstützen alle Kaliningrader Firmen, die selbst Frachtschiffe erwerben möchten. Meiner Ansicht nach profitiert auch der russische Staat von solchen Subventionierungen, da auf diese Weise neue Transportunternehmen gegründet werden und Arbeitsplätze entstehen.“

„Zwischen unserem Gebiet und Kernrussland werden pro Jahr Frachtgüter im Wert von mehr als 19 Mio. Tonnen befördert. Wir haben 25 Schiffe im Einsatz, vier Fähren davon können 40 bis 50 Prozent der insgesamt beförderten Frachtmenge transportieren. Zurzeit werden in das Gebiet dreimal so viele Güter eingeführt wie ausgeführt. Dieses Verhältnis mag sich mit der Zeit ändern; es besteht jedoch ganz klar die Notwendigkeit, die Leistung der Schifffahrtslinien zu erhöhen“, erklärte Alichanow bei einem Treffen mit der Nationalen Vereinigung für Investitionen und Entwicklung, zu dem sich in Kaliningrad Vertreter aus 20 Regionen des Landes eingefunden hatten.

Das Problem wurde bei einem kurz vor Jahresende stattgefundenen Treffen des Gouverneurs mit hiesigen Unternehmern erörtert. „Es ist unser Ziel, die Kapazität des Seefrachtverkehrs so zu erhöhen, dass die Einschränkungen der Beförderung über Land ignoriert werden können. Wir streben an, in dieser Hinsicht von Litauen vollständig unabhängig zu werden, obwohl es für die litauische Wirtschaft besser wäre, wir täten es nicht“, sagte Alichanow und setzte hinzu: „Wir unterstützen alle Kaliningrader Firmen, die selbst Frachtschiffe erwerben möchten. Meiner Ansicht nach profitiert auch der russische Staat von solchen Subventionierungen, da auf diese Weise neue Transportunternehmen gegründet werden und Arbeitsplätze entstehen.“

Alichanow nahm auch zum Bau neuer Fähren für das Kaliningrader Gebiet Stellung und sagte, diese wiesen denselben Typ wie die bereits vorhandenen Fähren auf, bei ihrer Konstruktion würden jedoch Vorschläge der Transportunternehmen berücksichtigt. Beispielsweise werde es eine größere Anzahl Kajüten für Passagiere und Aufladestationen für Kühlfahrzeuge geben.