Kaliningrader Badeorte erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Foto: I.S.

Kurtaxe ab 2024 fällig

Ab Januar 2024 wird für alle Touristen im Kaliningrader Gebiet eine Kurtaxe erhoben.

Gespräche über eine solche Gebühr gab es bereits 2022. Damals schlugen die Behörden die Festlegung einer Zahlung von 100 Rubel pro Person vor, unabhängig von der Aufenthaltsdauer. Eine Entscheidung wurde jedoch nicht gefällt, da dafür die gesetzliche Grundlage fehlte.

In diesem Jahr ist die Idee wieder aufgegriffen worden. Das Konzept bleibt, nur soll die Höhe der Gebühr deutlich steigen: Pro Tag und Person 100 Rubel (etwas mehr als ein Euro). Es wird erwartet, dass die Staatsduma den entsprechenden Gesetzesentwurf noch in diesem Jahr verabschiedet.

„Diese Gebühr werden alle bezahlen müssen, die offiziell in Hotels, Hostels, Sanatorien und auch in Privatquartieren übernachten“, erklärte der regionale Kultur- und Tourismusminister Andrej Jermak in einem Interview mit der Zeitung „Rossijskaja Gaseta“. Bei der Abreise würde dem Gast eine entsprechende Rechnung ausgestellt, in der die Aufenthaltsdauer berücksichtigt sei.

Experten meinen, die zusätzlichen Kosten würden der Attraktivität des Gebietes als Reiseziel keinen Abbruch tun. Die Gebühr sei nicht hoch – weniger als der Preis einer Tasse Kaffee. Auch würden nicht alle zur Kasse gebeten. Menschen mit Behinderung, Schüler und Studenten, Teilnehmer von Sport- und Kulturveranstaltungen und auch die Kaliningrader Bevölkerung selbst seien von der Gebühr ausgenommen.

Über die Einnahmen wird der Fonds zur Entwicklung der touristischen Infrastruktur verfügen. Er wird damit neue Erholungszonen, Parks und Parkplätze anlegen, Straßen und Ortschaften ausschildern, für Ordnung und Komfort an den Stränden sorgen. Allein die Einnahmen durch Gäste in Hotels und Sanatorien in Kaliningrad, Selenogradsk/Cranz und Swetlogorsk/Rauschen werden auf 200 Mio. Rubel pro Jahr geschätzt.