Mehr als 78 Jahre lag die die Bombe im Sand verborgen. Foto: Pressestelle Katastrophenschutz

Echo aus dem letzten Kriegsjahr

Auf der Frischen Nehrung ist eine im Zweiten Weltkrieg abgeworfene Sprengbombe entdeckt worden.

Die Fundstelle lag am Rand eines Waldes, unweit der Stranddünen, lediglich drei Kilometer von Wohnhäusern in der Siedlung Kossa entfernt. Dies teilte die Pressestelle des regionalen Katastrophenschutzes mit. Fachkräfte des Rettungszentrums machten sich sofort auf den Weg zur westlichen Halbinsel des Gebiets. Sie stellten fest, dass es sich um eine abgeworfene Sprengbombe des Typs FAB-50 handelte. Diese wurde dann aus dem Boden geborgen, auf ein Fahrzeug verladen und zwecks nachfolgender Unschädlichmachung abgefahren. Personen kamen dabei nicht zu Schaden.

Auf der Frischen Nehrung kam es vom 26. April bis zum 9. Mai 1945 zu erbitterten Kämpfen mit Beteiligung sowjetischer Bodenstreitkräfte und Landetruppen. Innerhalb von weniger als 14 Tagen kamen hier durch massiven Beschuss 1.268 Rotarmisten ums Leben. Auf der deutschen Seite waren die Verluste ebenso hoch. Eine umfassende Minenräumung ist auf der Frischen Nehrung bis heute nicht durchgeführt worden.