Jede dieser vier Reliefmasken ist ca. 1,5 m hoch und wiegt etwa 200 kg. Für ihre Anbringung an der Fassade wurde ein eigens entwickelter Seilknoten verwendet. Foto: Pressestelle des Museums für Geschichte und Kunst

Zeitkapsel mit Friedensbotschaft

An der Fassade des heutigen Museums für Geschichte und Kunst in Kaliningrad wurden Kopien der „singenden“ Masken angebracht, die seinerzeit das Gebäude – damals die Königsberger Stadthalle – schmückten.

In eines der Hochreliefs wurde eine Zeitkapsel eingemauert. Sie enthält eine Liste mit den Namen aller am Erhalt dieses Baudenkmals beteiligten Personen sowie eine in Versform gehaltene Botschaft an nachkommende Generationen, die mit den Worten beginnt: „Im Namen des Friedens und der Erbauung richten wir unsere Botschaft an Euch…“ – Worte, die heute viel bedeuten.

Die Reliefmasken für die Fassade der Königsberger Stadthalle hatte 1912 der deutsche Bildhauer Lothar Sauer erschaffen. Sie symbolisieren verschiedene Gattungen der schönen Künste: Komödie, Tragödie, Poesie und Musik. Leider gingen die Masken im Zweiten Weltkrieg verloren. Das Kaliningrader Unternehmen „Wostotschno-Prusskij Landschaft“ („Ostpreußische Landschaft“) erarbeitete anhand von historischen Fotos ein Wiederaufbauprojekt, nach dem der Restaurator Andrej Kunaz in Zusammenarbeit mit der Werkstatt „Architekturnyje Formy“ die Hochreliefs herstellte. Näheres dazu ist in KE 9/2023 nachzulesen.