Um den Lkw-Verkehr zwischen der Exklave Kaliningrad und Kernrussland vom Land- auf den Seeweg umzustellen, soll man auf der Fährlinie Ust-Luga–Baltijsk nicht zwei oder vier, sondern 15 bis 20 Fähren zum Einsatz bringen. Foto: I.S.

„Die Exklave braucht nicht drei, sondern 20 Fähren“

Kaliningrad bittet Moskau um Finanzmittel, um die Fährverbindung zwischen Ust-Luga und Baltijsk ausbauen zu können.

Der Gütertransport mit Fähren nimmt auf der Strecke von Moskau nach Kaliningrad 7 bis 8 Tage, von St. Petersburg höchstens 5 Tage in Anspruch. Das würde vollkommen reichen, um den laufenden Warenaustausch zwischen der Exklave Kaliningrad und dem russischen Kernland im Normalbetrieb abzuwickeln – vorausgesetzt, dass auf der Fährlinie nicht zwei oder vier, sondern 15 bis 20 Fähren zum Einsatz kämen.

Dies hat Juri Samorodow, Abgeordneter der Gebietsduma, in einem Interview mit dem regionalen Fernsehsender „GTRK Kaliningrad“ erklärt. „Wir benötigen mehr Fähren, um Eisenbahnwagen, Frachtcontainer und Kraftfahrzeuge, aber auch Privatreisende nach Kernrussland oder zurück zu befördern“, sagte er.