Der Gouverneur hofft, dass ihm ein echter Impfstoff und kein Placebo gespritzt wurde. Foto: gov39.ru

Impfung: Gouverneur geht mit gutem Beispiel voran

Anton Alichanow hat an der ersten freiwilligen Impfung gegen Covid-19 im Kaliningrader Gebiet teilgenommen. „Ich habe mich heute impfen lassen“, sagte er und fügte scherzhaft hinzu: „Ich hoffe nur, dass der Impfstoff echt und kein Placebo war.“

Das Kaliningrader Gebiet gehört zu den sogenannten Pilotregionen Russlands, in denen ein vom staatlichen Forschungszentrum „Vector“ aus dem sibirischen Nowosibirsk entwickelter Impfstoff getestet wird. Am Test nehmen 300 Freiwillige teil. Das Verfahren sieht zwei Durchgänge im Abstand von 21 Tagen vor. Die Impfungen werden im Klinik- und Diagnosezentrum der Kant-Universität von Mitarbeitern der medizinischen Fakultät vorgenommen. Jede Testperson wird zuvor auf Covid-19 und dessen Antikörper untersucht. Außerdem werden die Blut- und sonstige Laborwerte geprüft.

Der Impfstoff mit dem Namen „EpiVacCorona“ besteht aus einer Kombination von drei Antigenen des S-Proteins des Virus SARS-CoV-2, wobei diese Proteine synthetischen Ursprungs sind. Letzteres garantiert, so die Entwickler des Impfstoffes, dass der Stoff für den menschlichen Körper unbedenklich ist.

Für Januar und Februar 2021 werden vor Ort Impfchargen in größeren Mengen für eine Massenimmunisierung der Bevölkerung des Kaliningrader Gebietes erwartet.