Geschichte & Kultur
10. 09. 2019
Was bleibt vom Baudenkmal „Kreuz-Apotheke“?
Nach dem Umbau werden wohl nur noch 15-20 Prozent des Gebäudes der Kreuz-Apotheke in seiner ursprünglichen Form erhalten bleiben. Der Restaurierung vorausgegangen war ein juristisches Tauziehen.

Die Frontmauer ist alles, was von der einstigen „Kreuz-Apotheke“ übriggeblieben ist. Foto: I.S.
Dies gab der Leiter der regionalen Denkmalschutzbehörde, Jewgenij Maslow, bekannt. Wie ferner die Webseite „Kaliningrad.ru“ berichtet, sollen die Höhe, Proportionen sowie große dekorative Details des historischen Gebäudes auch nach dem Umbau unverändert bleiben. Eine Inschrift an der Fassade, die aufgrund des schlechten Zustandes des Putzes nicht erhalten werden kann, soll später aus Metall nachgebildet werden.

Im Jahr 2016 kaufte der heutige Eigentümer, Sergej Suchomlin, die stark baufällige Ruine des Apothekengebäudes für 3,1 Millionen Rubel (entspricht etwa 40.000 Euro). Gemäß den Bedingungen des Investitionsvertrags ist er verpflichtet, Arbeiten zur Erhaltung des Objekts durchzuführen, u.a. zur Wiederherstellung der Elemente der Hauptfassade und anderer historischer Strukturen.

Der Investor erwog zunächst, ein Hotel zu errichten. Später wurden diese Pläne jedoch aufgegeben, da sie am Bau einer Tiefgarage scheiterten.

Die aktive Phase zur Erhaltung der historischen Bausubstanz leitete Suchomlin 2018 ein. Ende Mai 2019 stürzte jedoch ein Teil der Fassade ein, wenige Tage später folgte der Absturz eines Giebels.

Die regionale Denkmalschutzbehörde schaltete daraufhin das Gericht ein und warf dem Besitzer eine Ordnungswidrigkeit vor. Dieser hat mittlerweile neben der Kreuz-Apotheke ein zweites Gebäude errichten lassen, das die historische Fassade abstützen soll.





Devisenkurse: 10. 09. 2019
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Quelle:Russ. Zentralbank