Städtebau
10. 09. 2019
Was wird aus dem Rätehaus?
Anton Alichanow ist der erste Kaliningrader Gouverneur, der sich fest vorgenommen hat, das leidige Problem „Rätehaus" zu lösen.

Ansicht des Rätehauses von der Kreuzung Leninski-Prospekt / Schewtschenko-Straße aus (ungefähr dort, wo heute das Hotel „Kaliningrad“ steht). Foto: I.S.
„Wir haben nicht vor, das Rätehaus in Zukunft ausschließlich als administratives Bürogebäude zu nutzen“, so beantwortet Gouverneur Anton Alichanow die im Titel gestellte Frage. „Wir möchten dort z. B. eine Museumsausstellung mit dem Titel ‘Russland – meine Geschichte’ unterbringen. Büros und öffentliche Räume werden nur 13 der insgesamt 21 Stockwerke des Gebäudes einnehmen, den Keller mit eingerechnet. Auf jeden Fall soll es hier auch eine den Belangen der Öffentlichkeit dienende Einrichtung, beispielsweise ein multifunktionales Dienstleistungszentrum, geben. Auf dem Dach könnten eine Aussichtsplattform errichtet und ein Café untergebracht werden. Man wird das Dach mit einem extra Fahrstuhl erreichen können.“

Es komme jetzt vor allem darauf an, das an das Rätehaus angrenzende Gelände in Ordnung zu bringen: Bauschutt müsse entsorgt, Unkraut weggemäht und Wildgesträuch gerodet werden. Das Gelände soll so mit der Zeit für alle Besucher zugänglich gemacht werden. Statt des heutigen Zauns wird man womöglich einen durchsichtigen aufstellen – damit man das ganze Gelände überblicken kann. Neben dem Rätehaus könnten verschiedene Bürogebäude mit Restaurants, Cafés und Läden im Erdgeschoss sowie unterirdische Parkgaragen entstehen.

Das Gelände, auf dem einst das Königliche Schloss stand, soll nichtsdestotrotz nicht bebaut werden.





Devisenkurse: 08. 11. 2019
1 EUR = 70,4200 Rbl
1 US$ = 63,7300 Rbl
Quelle:Russ. Zentralbank