Kultur
02. 07. 2019
Auslandsdeutsche des Jahres 2019
Die Kandidatinnen für die diesjährige Wahl zur „Auslandsdeutschen des Jahres“ stehen fest. Es sind Friederike aus Spanien, Petra aus Südfrankreich und Elise aus Siebenbürgen in Rumänien.

Sie können den Namen Ihrer Favoritin und den Namen des Landes, aus dem Sie abstimmen, bis zum 7. Juli an info@imh-service.de schicken. Das Ergebnis der Wahl wird Mitte Juli dieses Jahres bekanntgegeben.
Beworben haben sich Frauen aus aller Welt. Bewerbungsvoraussetzung war in diesem Jahr, dass man sich für deutschsprachige Zeitungen, Zeitschriften oder sonstige Medien im Ausland engagiert. Die drei aussichtsreichsten Bewerberinnen wurden von der Jury zur Endausscheidung zugelassen. Sie, liebe Leserinnen und Leser, dürfen jetzt entscheiden, welche der Kandidatinnen den Titel „Auslandsdeutsche des Jahres 2019“ tragen soll. Schreiben Sie den Namen Ihrer Favoritin und den Namen des Landes, aus dem Sie abstimmen, bis zum 7. Juli an info@imh-service.de. Das Ergebnis wird Mitte Juli bekanntgegeben.

Björn Akstinat, Leiter des Netzwerks der deutschsprachigen Auslandsmedien IMH: „Der Wettbewerb soll speziell die weiblichen Mitglieder der deutschen Gemeinschaften und Minderheiten rund um den Globus für ihre bisherigen Aktivitäten belohnen bzw. für eine Mithilfe bei deutschsprachigen Kultur- und Medieninstitutionen motivieren. In vielen deutschen Institutionen im Ausland sind Frauen noch unterrepräsentiert. Ziel des Wettbewerbs ist außerdem, in Deutschland auf die großen kulturellen Leistungen und Traditionen der Auslandsdeutschen stärker aufmerksam zu machen.“


FRIEDERIKE (IBIZA/SPANIEN)

Friederike ist Chefredakteurin und Verlegerin der deutschsprachigen Inselzeitung „Ibiza-Kurier“ in Spanien. Geboren wurde sie in Baden-Württemberg. Nach ihrer Schulzeit arbeitete sie als Praktikantin und freie Mitarbeiterin bei zwei süddeutschen Lokalzeitungen. Während ihres Studiums jobbte sie in ihren Sommer-Semesterferien häufig auf Ibiza – hauptsächlich bei einer Internetplattform, die über die dortige Partyszene informiert. Nach Abschluss ihres Studiums hatte sie 2008 die Idee, ganz auf die spanische Mittelmeerinsel zu ziehen und regelmäßig einen gedruckten Veranstaltungskalender mit redaktionellem Teil für die Partytouristen zu veröffentlichen. Einige Jahre später startete Friederike verlegerisch richtig durch: 2013 gründete sie mit zwei Geschäftspartnern die Monatszeitung „Ibiza-Kurier“. Die deutschsprachigen Touristen und Bewohner der Insel versorgt sie jedoch nicht nur mit Informationen, sondern organisiert für sie zusätzlich Wanderungen, Buchlesungen, Unternehmer-Stammtische und ein beliebtes Zwiebelkuchenfest. Auch im Umweltschutz ist sie engagiert. So initiierte sie die Kampagne „Ibiza sagt Nein“ gegen Erdölbohrungen vor den Balearen.


PETRA (SÜDFRANKREICH)

Petra ist die Gründerin des deutschsprachigen Magazins „RivieraZeit“ und weiterer Medien in Südfrankreich. Sie wurde in Hamburg geboren, wanderte 1973 nach Italien aus und lebt bzw. arbeitet seit 1995 an der Côte d’Azur. 27 Jahre lang erscheint nun schon die von ihr gegründete Publikation für die Deutschsprachigen an der Mittelmeerküste zwischen Marseille und Genua – anfangs mit dem Titel „Riviera-Côte d’Azur-Zeitung“ und oft unter schwierigsten Bedingungen. Da im Elsass aufgrund der französischen Minderheitenpolitik heute nur noch kleinere zweisprachige Druckmedien existieren, stellt das Magazin „RivieraZeit“ mittlerweile die einzige komplett deutschsprachige Publikation Frankreichs dar. Petra engagierte sich in der Vergangenheit nicht nur für die Presseprodukte aus ihrem Verlag, sondern auch als Präsidentin der Arbeitsgemeinschaft Internationale Medienhilfe (IMH) über mehrere Jahre hinweg für die gesamten deutschsprachigen Medien im Ausland. In Südfrankreich, Monaco und dem westlichen Italien ist sie bei Prominenten und Politikern – wie zum Beispiel Fürst Albert von Monaco – sehr bekannt. Ihre Kontakte und Medien nutzte sie immer wieder, um die Völkerverständigung und die deutsche Kultur vor Ort zu fördern. Das brachte ihr unter anderem eine Auszeichnung der deutschen Botschaft in Paris für Verdienste um die deutsch-französische Freundschaft ein.


ELISE (SIEBENBÜRGEN/RUMÄNIEN)

Elise leitet die Lokalredaktion der täglich erscheinenden „Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien (ADZ)“ in Kronstadt/Brasov. Außerdem ist sie erfolgreiche Autorin von Theaterstücken. Ihre Familie ist seit Jahrhunderten in Siebenbürgen verwurzelt. Die Region, zu der auch Kronstadt gehört, wurde ab etwa 1150 von Deutschen besiedelt und gehört heute zum Staatsgebiet Rumäniens. Von der deutschen Minderheit in Rumänien (dazu zählen hauptsächlich die Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben) wurde eine einzigartige deutschsprachige Infrastruktur aufgebaut – mit zahlreichen Vereinen, Schulen, Kirchen, Theatergruppen, TV-Programmen oder Zeitungen. Die Tageszeitung „ADZ“ konnte am Anfang dieses Jahres bereits den 70. Geburtstag in ihrer Bukarester Zentrale feiern. Elise engagiert sich neben ihrer journalistischen Arbeit stark in der Minderheiten-Selbstverwaltung der Siebenbürger Sachsen und schreibt Stücke für rumänisch- und deutschsprachige Theater in ihrer Heimat. Mehrere davon wurden auch in andere Sprachen übersetzt, im Ausland aufgeführt und mit Preisen ausgezeichnet. Das Magazin „Forbes“ kürte sie 2014 zu einer von 20 Trendsetterinnen und Trendsettern Rumäniens. 2018 wurde sie von der Zeitschrift „Decat o Revista“ in die Liste der „100 Personen, die das Rumänien von morgen prägen werden“ aufgenommen.





Devisenkurse: 02. 07. 2019
1 EUR = 71,4100 Rbl
1 US$ = 62,2300 Rbl
Quelle:Russ. Zentralbank