Städtebau
01. 04. 2019
Straßenbahnen gehören zurück in die Stadt
„Es steht außer Zweifel, dass öffentliche Verkehrsmittel, darunter konkret die Straßenbahn, in Russland auszubauen sind.“

Eine Straßenbahn fährt über die sanierte Holzbrücke. Im Hintergrund ist die große Kuppel der neuen Synagoge zu erkennen. Foto: I.S.
Das erklärte Präsident Wladimir Putin auf eine Frage des Kaliningrader Architekten Michail Nikonenko in einer Sitzung des Staatsrates im russischen Kasan.

Eine Videoaufzeichnung dieser Sitzung wurde auf dem Webportal „Kremlin.ru“ veröffentlicht. „Unser Land baut derzeit Straßenbahnen, die sämtliche aus dem Ausland importierten Verkehrsmittel dieser Art in den Schatten stellen. Wir werden uns weiter in diese Richtung entwickeln“, betonte Putin.

„Die Spurweite in Kaliningrad ist schmaler als im übrigen Russland“, fiel Architekt Nikonenko dem Präsidenten ins Wort. „Das macht nichts“, antwortete Putin prompt. „Die Wagen können an jede beliebige Spurweite angepasst werden.“

Die Kaliningrader Straßenbahn umfasste einst 196 Wagen, von denen täglich 133 Wagen im Linienverkehr eingesetzt wurden. Davon sind heute lediglich 46 Wagen verblieben, von denen täglich nur 25 auf den Straßenbahnlinien 3 und 5 zum Einsatz kommen, wobei die Linie 3 kaum mehr bedient wird.

Gouverneur Anton Alichanow betonte im Sommer 2018, dass die regionalen Strukturen bereit seien, den Ausbau des Straßenbahnverkehrs in Kaliningrad finanziell zu unterstützen. Die Stadt müsse aber dafür ein entsprechendes Entwicklungskonzept vorlegen. Bürgermeister Silanow versprach, die Lage vor Ort zusammen mit dem Stadtrat und der Stadtverwaltung zu prüfen und entsprechende Informationen vorzubereiten.




Devisenkurse: 31. 05. 2019
1 EUR = 72,8400 Rbl
1 US$ = 65,3800 Rbl
Quelle:Russ. Zentralbank