Wirtschaft
01. 04. 2019
Stromproduktion übersteigt Eigenbedarf
Das Gebiet hat 2018 7,39 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Elektroenergie produziert. Der überwiegend größere Teil davon entfällt auf das Wärmekraftwerk TEZ-2 in Kaliningrad.

Das Kaliningrader Gebiet hat im vorigen Jahr 7,39 Milliarden kWh Elektroenergie produziert. Der überwiegend größere Teil davon entfällt auf das Wärmekraftwerk TEZ-2 . Foto: I.S.
1,12 Mrd. kWh haben zwei neue Kraftwerke bei Sowjetsk und Gussew erzeugt. Dabei hat das Gebiet im vergangenen Jahr nur 4,44 Mrd. kWh, d. h. lediglich 60 Prozent der produzierten Elektroenergie, verbraucht. Der Rest wurde in das einheitliche Stromversorgungsnetz Russlands, Weißrusslands und der baltischen Länder eingespeist.

Die Angaben stammen vom Leiter des Wärmekraftwerks TEZ-2, Oleg Guryljow. Er sagte, man müsse sie im Hinblick auf den geplanten Ausstieg der baltischen Länder aus dem einheitlichen Stromversorgungsnetz im Auge behalten.

Sollte dieser Ausstieg einmal Realität werden, muss die im Gebiet produzierte Elektroenergie selbst verbraucht werden. Produktion und Verbrauch müssen sich die Waage halten. Wichtig ist aber auch, den starken Veränderungen ausgesetzten Stromverbrauch regeln zu können und eventuell auftretende Verbrauchsspitzen abzufangen. Der durchschnittliche Stromverbrauch variiert im Gebiet beispielsweise von weniger als 300 Megawatt nachts im Sommer, über 500 oder 600 Megawatt zu
Tagesspitzenzeiten bis maximal 800 oder 900 Megawatt im Winter.

Bleibt die Frage, warum so viele Kraftwerke im Kaliningrader Gebiet gebaut und in Betrieb gesetzt wurden? Die Antwort darauf lautet: Um auf alle möglichen Verbrauchsszenarien vorbereitet zu sein. „Man hat die Situation im regionalen Energiesektor nur dann im Griff, wenn man ausreichend viel Strom produzieren, auf Bedarfsänderungen schnell reagieren und die Leistung der Kraftwerke zeitnah regeln kann“, schloss der Direktor von TEZ-2 seine Ausführungen.




Devisenkurse: 31. 05. 2019
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Quelle:Russ. Zentralbank