Mensch und Natur
28. 02. 2019
Große Pläne für die Kurische Nehrung
Der Leiter des Nationalparks Kurische Nehrung, Anatoli Kalina, gab bekannt, welche Neuerungen im russischen Teil der Kurischen Nehrung geplant sind.

Feiner Sand, blauer Himmel, hier und da ein paar Büschel Gras – so präsentiert sich die Kurische Nehrung dem Betrachter und so bleibt sie ihm dann in Erinnerung. Foto: I.S.
Eine diesem Thema gewidmete Pressekonferenz fand in der Medienholding „Sapadnaja Pressa“ statt. Ende 2020 soll auf der Nehrung ein 56 Kilometer langer Radweg mit drei Meter Breite entstehen. Dabei sind 2,40 Meter für Radfahrer und 0,60 Meter für Fußgänger vorgesehen.

Der Radweg wird über eine Luminiszenzbeleuchtung verfügen. Die Raststätten entlang des Weges sollen mit Hilfe von Solarstrom beleuchtet werden. Eine Asphaltdecke ist nicht geplant. Damit soll der Eindruck eines Querfeldeinfahrens mit Auf- und Abfahrten entstehen.

Pro Tag sollen in der Bauphase bis zu 200 Quadratmeter des neuen Radweges angelegt werden. Um Wildtiere zu schützen, kommen keine schweren Baumaschinen zum Einsatz. Der Baubeginn wird von Selenogradsk aus erfolgen.

Auch die bereits existierende Autostraße wird ausgebessert, beidseitig verbreitert und mit neuen Parkplätzen ausgestattet. Die jetzt vorhandenen Parkmöglichkeiten plant man weitgehend auszubauen. Der Parkplatz am Museumkomplex „Kurische Nehrung“ (Kilometermarke 14) soll um 70 und der an der Efa-Düne um 100 weitere Parkeinheiten vergrößert werden. Einige zu scharfe Kurven der Autostraße werden begradigt.

Ein russischer Investor ist bereit, drei Milliarden Rubel in den Ausbau der touristischen Infrastruktur auf der Kurischen Nehrung zu investieren. Mit diesen Geldern könnten laut Parkdirektor Kalina ein Rehabilitationszentrum für Meeressäugetiere in Lesnoje (ehem. Sarkau), eine Aufzuchtstation für Störe in Rybatschi (ehem. Rossitten) sowie zahlreiche Restaurants, Gaststätten, Cafés für Touristen und vieles andere mehr auf der Nehrung entstehen.

Wo auf der Nehrung einst die weltweit erste Segelfliegerschule existierte, ist im Rahmen der russisch-litauischen Zusammenarbeit eine neue touristische Einrichtung geplant. Das Fundament der ehemaligen Schule am berühmten „Tanzenden Wald“ ist erhalten geblieben, sagt Parkdirektor Kalina. Segelflugzeuge, die derzeit auf dem Gelände des sogenannten Visit-Zentrums ausgestellt sind, plant man, dorthin zu verlegen.




Devisenkurse: 06. 05. 2019
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Quelle:Russ. Zentralbank