Städtebau
28. 02. 2019
Wohnhaus wird abgerissen
Das mehrstöckige Wohnhaus Nr. 70 am Moskowski Prospekt, dessen Wände vor einiger Zeit gleich mehrere große Risse aufwiesen, ist nach einhelliger Meinung von Experten so stark beschädigt, dass es abgerissen werden muss.

Bauarbeiter treffen Maßnahmen zur Absicherung des Geländes um das zum Abriss verurteilte Haus. Foto: I.S.
Dies hat auch der Kaliningrader Bürgermeister Alexei Silanow bestätigt. „Das wird aber nicht ohne Weiteres zu meistern sein“, räumte er ein. „Das Gebäude ist durch mehrere Balkone fest mit einem Nachbarhaus verbunden. Wir müssen deshalb sehr vorsichtig vorgehen und Maßnahmen treffen, damit bei der Demontage des defekten Gebäudes keine Bauten in dessen unmittelbarer Nähe beschädigt werden.“

Zur Erinnerung: Das „Haus in Schräglage am Moskowski Prospekt“ sorgte 2015 für Schlagzeilen. Die ersten Risse, auch innerhalb einiger Wohnungen und in den Treppenhäusern des mehrstöckigen Gebäudes, wurden unmittelbar nach dem Erdbeben von 2004 sichtbar. Die Risse dehnten sich jedoch stark aus, als 2015 beim Bau des Admiral-Tribuz-Kais Stahlbetonpfähle in den Boden gerammt wurden.

Das Wohnhaus neigte sich außerdem geringfügig in Richtung Pregel. Man hoffte trotzdem, die entstandenen Schäden bald beheben zu können. Der damalige Bürgermeister Alexander Jaroschuk erklärte sogar, dass „von einem Abriss des Hauses keine Rede sein kann“. Die Bewohner des defekten Gebäudes wurden nichtsdestotrotz umgesiedelt und die Fenster zu ebener Erde vorsichtshalber vergittert.




Devisenkurse: 06. 05. 2019
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Quelle:Russ. Zentralbank