Städtebau
01. 02. 2019
Museum für russische Kunst im Stadtviertel Fischdorf
Wie man das Stadtviertel Fischdorf weiter ausbauen könnte, darüber wird in Kaliningrad seit über drei Jahren diskutiert. Im April 2015 fand ein Wettbewerb statt, an dem 27 Architekten aus verschiedenen Ländern teilnahmen.

Das am Ufer des Flusses Pregel gelegene Fischdorf entwickelt sich sehr dynamisch. Seine Architektur zeichnet sich durch eine Vielfalt der Baustile aus. Foto I.S.
Sie legten der Jury Entwürfe zur Bebauung des zweiten Teils des Fischdorfes vor. Der weißrussische Architekt Sergej Furduj ging aus dem Wettbewerb als Sieger hervor. Er hatte vorgeschlagen, auf dem großen, zwischen der Hohen Brücke und der Jubiläumsbrücke gelegenen Gelände drei Gebäudekomplexe zu errichten, wobei diese teils verglast, teils mit dunklen Backsteinen ausgekleidet und eine nach oben zugespitzte Form aufweisen sollten. Wegen fehlender Investitionen wurde dieses Projekt jedoch nicht umgesetzt.

Seitdem sind drei Jahre vergangen. Das Grundstück, auf dem der zweite Teil des Fischdorfes entstehen sollte, lag jedoch selbst im Sommer 2018, als in Kaliningrad die Fußball-WM ausgetragen wurde, immer noch brach, obwohl der Bau eines 5-Sterne-Hotels der weltberühmten Marriott-Hotelkette darauf schon genehmigt und ein entsprechendes Absichtsprotokoll unterzeichnet worden war.

All diese Pläne schienen eine Zeit lang vergessen zu sein, bist unlängst im Museum für Kunst und Geschichte eine neue Idee zur Bebauung des erwähnten Areals am Ufer des Pregel präsentiert wurde. Es handelt sich diesmal um ein Museum für russische Gemäldekunst, von dem vorerst nur ein kleines Modell gezeigt wurde. Der Autor der Idee war nach Angaben der Zeitung „Komsomolskaja Prawda“ der bekannte Kaliningrader Geschäftsmann und Generaldirektor der Aktiengesellschaft „OAO Moloko“ Rustam Alijew.

Das erste Mal ging Alijew vor zwei Jahren mit seiner Idee an die Öffentlichkeit und gewann damals Gouverneur Anton Alichanow für seine Pläne. Alichanow veranlasste, das Grundstück für den Bau des zweiten Teils des Fischdorfviertels dem Unternehmer Alijew zur Verfügung zu stellen. Es wurde beschlossen, dort statt des Marriott-Hotels ein Museum zu errichten. Kommt nichts dazwischen, soll mit dem Bau schon im Herbst dieses Jahres begonnen werden. Der Abschluss der Bauarbeiten und die Eröffnung des Museums sind für 2022 geplant.

Was die übrigen Projekte betrifft, so soll laut Medienberichten ein Investor bereit sein, unweit des Fischdorfes zwei hochmoderne 4- bis 7-stöckige Häuser multifunktionaler Zweckbestimmung zu errichten. Die Vorarbeiten für den Bau sollen demnächst begonnen werden.




Devisenkurse: 01. 02. 2019
1 EUR = 75,1500 Rbl
1 US$ = 65,6600 Rbl
Quelle:Russ. Zentralbank