Mensch und Natur
31. 10. 2018
Naturfreunde wollen Kastanien vor Miniermotte retten
Das Laub der Kastanien war auch in diesem Sommer wieder dunkelbraun, weil die Bäume von der Miniermotte befallen sind. Es ist eine echte Plage mit diesem Schädling in unserer Stadt und es wird jedes Jahr schlimmer.

Die schönen Kastanien schmücken seit jeher unsere Stadt. Foto: I.S.
Maria Kochanowskaja, Aktivistin des Vereins „Rettet unsere Kastanien“, berichtet, dass ein von diesen Schädlingen befallener Baum nicht sofort abstirbt. Aber seine Fähigkeit, anderen Pflanzenkrankheiten zu widerstehen, lässt dadurch nach. So sind beispielsweise viele Kastanienbäume in der Proletarskaja-Straße jetzt auch noch mit einem Pilz infiziert.

Der einfachste Weg, weitere Bäume vor Ansteckung zu bewahren, ist, abgefallenes Lauf um den Baumstamm kranker Kastanien herum zu entfernen, denn gerade dort gibt es viele Larven der Kastanienmotten.

Vor etwa fünf Jahren wandten sich die Aktivisten dieses Vereins an die Behörden mit dem Aufruf, die Kastanien in der Stadt zu retten. Diese antworteten, dass sie die Bäume in der Stadt durch Ahorne zu ersetzen beabsichtigen. „Sie warten anscheinend nur darauf, dass die Kastanien absterben“, kommentiert die Zeitung „Argumenty i Fakty“ die Haltung der Behörden.

Zur Information:

Die Rosskastanienminiermotte (Cameraria ohridella), auch Balkan-Miniermotte genannt, ist ein Kleinschmetterling aus der Familie der Miniermotten (Gracillariidae). Die Raupen und Puppen entwickeln sich fast ausschließlich in den Blättern der weißblühenden Gewöhnlichen Rosskastanie (Aesculus hippocastanum). Die Motte hat durch die extrem schnelle Verbreitung aus ihrem Ursprungsgebiet in inzwischen fast alle Gebiete Europas hinein großes öffentliches und publizistisches Aufsehen erregt. Sie wurde erstmals 1984 in Mazedonien in der Nähe des Ohridsees entdeckt. 1989 wurde sie in österreich (im Raum von Linz und Steyr) erstmals nachgewiesen. Seither breitet sie sich sehr schnell in Mitteleuropa sowohl nach Osten als auch nach Westen aus. Quelle: Wikipedia




Devisenkurse: 31. 10. 2018
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Quelle:Russ. Zentralbank