Mensch und Natur
31. 10. 2018
250 Hektar Sandstrand weggespült
Das Gebiet macht sich große Sorgen wegen des fortschreitenden Strandschwundes entlang der Kaliningrader Ostseeküste. Allein in den letzten 17 Jahren sind ca. 250 Hektar Sandstrand weggespült worden.

Der Strand in Selenogradsk ist schon dank den neuen Buhnen etwas breiter geworden. Foto: I.S.
Dies erklärte Gouverneur Anton Alichanow in einer Sitzung des Meereskollegiums. Das Meereskollegium mit Sitz in Moskau ist ein Strukturteil der Zentralregierung. Die aktuelle Sitzung fand in Kaliningrad statt.

Laut Alichanow haben sich der Bau von Küstenschutzanlagen und die Anschwemmung von Sand als die wirksamsten Methoden zum Erhalt von Stränden erwiesen. Allein der Umfang der Maßnahmen sei aus eigener Kraft kaum zu bewältigen. Man hoffe daher auf Hilfe aus Moskau, so Alichanow.

„Wir haben die wichtigsten Punkte des bis 2025 ausgelegten Förderprogramms für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung unserer Region mit Premierminister Medwedew besprochen“, sagte der Gouverneur. „Der Erhalt von Stränden ist einer der bedeutendsten davon. Es handelt sich dabei um Ausgaben in Höhe von 20 Milliarden Rubel im Laufe von sechs Jahren. Damit könnten wir zumindest den Strand, der noch existiert, vor einem weiteren Schwund bewahren. Außerdem planen wir, eine künstliche Sandbank zu errichten, die den Strand mit noch mehr angeschwemmtem Sand versorgen würde. Die ganze Nordküste unserer Halbinsel, angefangen vom Kap Taran und weiter in Richtung Litauen, soll auf diese Weise geschützt werden.“




Devisenkurse: 31. 10. 2018
1 EUR = 74,4200 Rbl
1 US$ = 65,6000 Rbl
Quelle:Russ. Zentralbank