Kultur
31. 10. 2018
„Gemeinsames Erbe Malbork“
Unter diesem Titel ist im Museum für Kunst und Geschichte in Kaliningrad eine Ausstellung mit Exponaten aus der gleichnamigen Ordensburg in Polen eröffnet worden.

Im Ausstellungsraum des Kaliningrader Museums für Kunst und Geschichte. Foto: I.S.
Die Ausstellung thematisiert die Geschichte der Ordensburg Malbork (ehem. Marienburg), eines der eindrucksvollsten Baudenkmäler des europäischen Mittelalters. Malbork/Marienburg ist das größte aller aus rotem Backstein im gotischen Baustil errichteten Ritterschlösser weltweit.

Die Marienburg wurde 1274 von deutschen Ordensrittern zu Ehren der Heiligen Jungfrau Maria gebaut. 1309 wurde sie zum Sitz der Hochmeister des Ordens. Als im Jahr 1410 die Schlacht im polnischen Grunwald (Tannenberg) stattfand, wehrte die Marienburg die Belagerung durch polnisch-litauische Truppen erfolgreich ab. Beschädigt wurde sie jedoch durch die schwedische Invasion im 17. Jahrhundert, später wurde sie durch die Napoleonischen Truppen eingenommen.

Die größten Zerstörungen wurden der Burg im Zweiten Weltkrieg durch Artilleriebeschuss und Luftangriffe zugefügt. Einen vollständigen Wiederaufbau erfuhr die Burg schon unter polnischer Verwaltung. Seit 1961 besteht sie als Museum, das jährlich von über 600.000 Menschen besucht wird. 1997 wurde die Marienburg als Kulturdenkmal von Weltrang auf die Welterbeliste der UNESCO gesetzt.

Die Ausstellung „Gemeinsames Erbe Malbork“ zeigt über 60 Fotografien und Panoramabilder sowie Videos. Eine besondere Aufmerksamkeit wird auf die Leistung der Restauratoren gelenkt, denn so wie das Gebäude heute aussieht, ist in erster Linie deutschen Baumeistern des 19. Jahrhunderts und polnischen Fachleuten zu verdanken, die die stark zerstörte Burg in der Nachkriegszeit wiederaufgebaut haben.




Devisenkurse: 31. 10. 2018
1 EUR = 74,4200 Rbl
1 US$ = 65,6000 Rbl
Quelle:Russ. Zentralbank