Geschichte & Gegenwart
07. 09. 2018
Kaup – ein Fest und eine historische Rekonstruktion
Etwa 150 Laienhistoriker aus Russland, Weißrussland, Litauen und Lettland haben interessiertem Publikum in Romanowo bei Selenogradsk das nachgebaute Normannendorf Kaup präsentiert.

Als „Normannen“ verkleidete Zeitgenossen führen dem Publikum „Zweikämpfe“ mit selbst gefertigten Schwertern und Schilden vor. Foto: I.S.
Begeisterte Teilnehmer des Festes führten an ihren Ausstellungsständen handwerkliche Fertigkeiten und Methoden vor, die ihrer Meinung nach im Mittelalter zur Herstellung von Keramik- und schmiedeeisernen Erzeugnissen, Fischfangnetzen, Textilien, Bernsteinschmuck usw. zum Einsatz kamen. Es wurden auch Ritterkämpfe nachgestellt und Kraftsportwettbewerbe durchgeführt.

„Es handelt sich bei diesem Event um eine besondere Veranstaltung, die teils ein Fest, teils eine his-torische Rekonstruktion ist“, sagte der regionale Tourismusminister Aleksej Jermak. „Diese Kombination hat Früchte getragen: Immer mehr Menschen erfahren, was Kaup ist und wo es liegt, sie kommen nicht nur zum Kaup-Fest, um mitzufeiern, sondern auch außerhalb des Festes, um das Normannendorf als touristische Attraktion zu bewundern. Man erfährt hier viel Wissenswertes über das Mittelalter und fühlt sich quasi in jene ferne Zeit zurückversetzt. Die Organisatoren des Kaup-Festes planen das Dorfgelände zu erweitern und ein Normannenboot zu bauen.“

Zur Information: Das Normannenfest wird in Romanowo seit 2006 vom „Kaup-Zentrum für historische Rekonstruktion“ jährlich veranstaltet. Sein Hauptthema sind Sitten und Bräuche der Volksstämme, welche die Halbinsel Samland vom 9. bis 11. Jahrhundert besiedelt hatten. Die Gebietsregierung und die Kreisverwaltung Selenogradsk unterstützen die Aktivitäten des Kaup-Zentrums.




Devisenkurse: 31. 10. 2018
1 EUR = 74,4200 Rbl
1 US$ = 65,6000 Rbl
Quelle:Russ. Zentralbank