Kultur
31. 07. 2018
Was übrig bleibt, lässt der Vorstellungskraft freies Spiel
Die Reste der Ruine des Königlichen Schlosses sind zum Anschauen wieder freigegeben worden. Man entfernte den Zaun, der die Ausgrabungsstätte von südlicher Seite eine Zeitlang verdeckt hat.

Die Reste der südlicher Mauer des Königlichen Schlosses können jetzt von Touristen wieder besichtigt werden. Foto: I.S.
Interessierte Bürger und Besucher unserer Stadt können jetzt die Steinmauer sehen, die einst entlang der Südseite des Schlosses verlief, und darin eine Nische, in der vor der Zerstörung des Schlosses eine Statue des preußischen Königs Friedrich Wilhelm des Ersten gestanden hat. Für den Erhalt und die weitere Erforschung der Ausgrabungsstätte ist jetzt das Kunsthistorische Museum Kaliningrad verantwortlich .

Das Königliche Schloss war bis zu seinem endgültigen Abriss Ende der 1960er Jahre eine architektonische Dominante der Stadt. Wo es stand, befindet sich jetzt der südliche Teil des Kaliningrader Zentralplatzes. In den 1970er Jahren wurden die Kellerräume des Schlosses endgültig unter dem Zentralplatz vergraben. Von 1993 bis 2007 führte das Archäologie-Institut der russischen Akademie der Wissenschaften dort Ausgrabungen durch. Diese wurden durch das deutsche Magazin „Der Spiegel“ unterstützt. Da die Steinmauern und Gewölbe dabei leider nicht gegen Witterungseinflüsse und den weiteren Verfall geschützt wurden, sind einige von ihnen später in sich eingestürzt.

Die Reste der Schlossruine gelten als Kulturerbe, man arbeitete deshalb 2017 für deren Erhalt ein Konzept aus, welches jetzt von einem Investor in die Tat umgesetzt wird.




Devisenkurse: 31. 07. 2018
1 EUR = 73,0700 Rbl
1 US$ = 62,3500 Rbl
Quelle:Russ. Zentralbank