Auf dem Land
31. 07. 2018
Harte Maßnahmen gegen Schweinepest
Auf einigen Bauernhöfen bei Gwardejsk, Tschernjachowsk und Prawdinsk sind erneut Fälle von afrikanischer Schweinepest (ASP) registriert worden.

Der Abschied von den süßen Ferkeln tut der Bäuerin richtig weh. Foto: I.S.
Die Bauern werden verpflichtet, ihre im Privatbesitz befindlichen Schweine abzugeben. Die Behörden bitten sie, die Notwendigkeit dieser harten Forderung einzusehen und keinen Widerstand zu leisten, weil die Gefahr einer um sich greifenden Tierseuche zu hoch sei. Umso mehr, dass den Bauern für jedes freiwillig abgegebene Schwein je nach Gewicht des Tieres eine Vergütung ausgezahlt wird. Verendet aber ein nicht abgegebenes Schwein an der ASP, steht dem Besitzer desselben nichts mehr zu.

Ein Sprecher der Kontroll- und Überwachungsbehörde Rospotrebnadsor sagte in einem Interview mit der Zeitung „Argumenty i Fakty“, dass die Quarantäne, die im Gebiet im Zusammenhang mit der ASP letztlich verhängt worden war, Anfang April 2018 wieder aufgehoben wurde. Danach sollte man laut Gesetz drei Jahre lang warten, um die ASP für vollständig beseitigt erklären zu können. Es wurden dann jedoch erneut mehrere ASP-Fälle entdeckt.

Wegen der angespannten Lage mit der ASP-Bekämpfung musste in diesem Jahr das Bauernfest „Baltijskoje Pole“ (Dt: Das Feld des Baltikums), auf welches sich Bauern, Landwirte und alle interessierten Menschen im Gebiet gefreut hatten, abgesagt werden. Die Behörden verpflichten die Leiter der örtlichen Verwaltungsorgane, Kontrollgänge durch die Bauernhöfe zu machen, um alle noch vorhandenen Schweine zu erfassen und für deren Abtransport zu sorgen.

Es waren wieder Wildschweine, welche die ASP diesmal ins Gebiet „importiert“ hatten. Das Gebiet bildet jetzt Jägergruppen mit dem Auftrag, den vorhandenen Bestand an Wildschweinen in der Region, auch in den Jagdrevieren, auf ein Mindestmaß zu reduzieren.




Devisenkurse: 05. 10. 2018
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Quelle:Russ. Zentralbank