Wirtschaft
31. 07. 2018
Projekt Windpark gerät ins Stocken
Die Staatsanwaltschaft im Rayon Gurjewsk behauptet, drei Windkraftanlagen bei Uschakowo seien unter Missachtung der städtebaulichen Vorschriften errichtet worden.

Die Windkraftanlagen sind aufgestellt und bereit, ans Netz zu gehen. Foto: I.S.
Die Errichtung erfolgte Anfang dieses Jahres, die Windkraftanlagen seien betriebsbereit, stehen jedoch still, weil für sie noch keine Inbetriebnahme genehmigt wurde. „Die Windkraftanlagen gehören zu Industrieobjekten, die man nur beim Vorhandensein einer offiziellen Genehmigung in Betrieb nehmen darf. Es wurden aber bis heute keine Genehmigungen dieser Art ausgestellt“, heißt es in einer Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft.

Gegen die Firma, die für die Bauarbeiten auf dem Windparkgelände bei Uschakowo verantwortlich ist, und gegen deren Direktor sind juristische Verfahren über administrative Vergehen eingeleitet worden.

Der Windpark in Uschakowo sollte einen älteren Windpark, der sich bei Kulikowo befand, ersetzen. Die Leistung des neuen Windparks soll selbst in der Anlaufphase 5,1 Megawatt betragen. Das ist genug, um eine kleinere Stadt mit ca. 11.000 Einwohnern mit Strom zu versorgen.

Anfang des Jahres hieß es, man wolle mit dem bei Uschakowo produzierten Strom das neue Stadion und einige andere Infrastrukturobjekte der Fußballweltmeisterschaft in Kaliningrad versorgen. Die Absicht konnte jedoch nicht umgesetzt werden.

Der Bauherr des Windparks, eine Tochtergesellschaft des regionalen Stromlieferanten „Jantarenergo“, ist überzeugt, dass es trotz der entstandenen Rechtsprobleme möglich sei, den Windpark in Betrieb zu nehmen und in der Folgezeit weiter auszubauen.




Devisenkurse: 05. 10. 2018
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Quelle:Russ. Zentralbank