Stadt und Menschen
28. 04. 2018
„Als Andenken an die schwere Zeit...“
Unsere Leserin, Frau Kloss aus Michendorf in Deutschland, hat uns diesen Brief geschrieben. Sie legte ihm ein Andenken an ihre schwere Kindheit in Königsberg in den ersten zwei Jahren nach Kriegsende bei.

Der „Rotarmistenlöffel“aus dem schweren Jahr 1947 findet demnächst Platz in einer der Ausstellungen des Kaliningrader Museums für Kunst und Geschichte. Foto: I.S.
Hier ist der Brief von Frau Irmgard Kloss:

„Ich bin 1931 in Königsberg geboren. Bis 1945 lebte ich auf dem Roßgarten, Altroßgärter Kirchenstraße, heutige Uliza Nertschinskaja. Von 1945 bis November 1947 lebte ich in Königsberg-Charlottenburg, im selben Stadtteil, von dem Herr Rjabinin in seinem Artikel im Königsberger Express vom Dezember 2017 berichtet.

Den Löffel habe ich im Frühjahr 1946 auf dem Hof der Schleiermacher-Kaserne auf der Suche nach etwas Essbarem gefunden. Bei meiner Umsiedlung im November 1947 habe ich den Löffel als Andenken an meine schwere Zeit damals mitgenommen. Da ich in meinem Alter (87 Jahre) die Reise nach Königsberg nicht mehr antreten kann, hoffe ich sehr, dass der Löffel in dem Museum der ehemaligen Stadthalle ausgestellt wird.

Irmgard Kloss, Michendorf»

KE-Red.: Die Verfasserin des Briefes, Frau Kloss, legte ihrem Brief diesen „Rotarmistenlöffel“ bei. Wir haben den Löffel gemäß ihrem Wunsch an das Museum für Kunst und Geschichte weitergereicht. Der Museumsmitarbeiter Alexander Makarytschew (s. Bild) dankt Frau Kloss herzlich für diese Schenkung und verspricht den Löffel baldmöglichst einer Ausstellung zuzuordnen.




Devisenkurse: 29. 06. 2018
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Quelle:Russ. Zentralbank