Kultur
28. 02. 2018
Zehn Jahre Domorgel
Man schrieb das Jahr 2008, als in dem historischen Königsberger Dom auf der Kant-Insel wieder eine Orgel erklang. Seitdem sind rund zehn Jahre vergangen.

Die große Orgel im Königsberger Dom ist eine der besten in Russland. Ihr Klang und die kunstvolle äußere Gestaltung suchen weltweit ihresgleichen. Foto: I.S.
Die Vorderseite der Orgel war anhand alter Fotografien wiederhergestellt und jede Figur darauf war aus Lindenholz geschnitzt worden. Die Kunst der Orgelbauer fordert, dass dafür ausschließlich Lindenholz zu verwenden ist.

Es gibt allerdings einige Details, bei denen die neue Domorgel von ihrem Prototyp abweicht. Sie weist beispielsweise die Figur der Jungfrau Maria mit dem Säugling Jesus auf, die es früher nicht gegeben hat. Aber das Wappen Königsbergs halten jetzt wieder kleine Engel hoch, wie sie es auch bei der alten Domorgel getan haben.

Der mit dem Ehrentitel „Volkskünstler“ gewürdigte Musiker Alexander Tschaikowski nahm sich das zehnjährige Jubiläum der Domorgel zum Anlass, eine „Ouvertüre für zwei Orgeln und Pauken“ zu komponieren. Diese wurde dem Publikum bei der feierlichen Eröffnung der Musikfestspiele „Orgel +“ Mitte Januar dieses Jahres zum ersten Mal vorgestellt.

Das zehnjährige Jubiläum der neuen Domorgel zieht sich wie ein roter Faden durch die verschiedenen Veranstaltungen hindurch, die in diesem Jahr im Dom stattfinden. So geht es bis zum 30. September 2018 weiter, an dem im Dom der internationale Musiktag begangen wird.

Planungen zufolge geht im Dom im Rahmen des Musiktages ein aus sieben Konzerten bestehendes Musikmarathon über die Bühne. Mehrere Musiker aus Russland, Armenien, Japan und den Niederlanden haben bereits den Wunsch bekundet, sich an diesem Musikmarathon zu beteiligen.




Devisenkurse: 30. 11. 2018
1 EUR = 75,7500 Rbl
1 US$ = 66,5300 Rbl
Quelle:Russ. Zentralbank