Medien
28. 02. 2018
Legt sich „Kaliningradskaja Prawda“ auf Eis?
Das Erscheinen der ältesten, seit 1946 bestehenden regionalen Zeitung ist aus finanziellen Gründen auf unbestimmte Zeit eingestellt worden.

Die Zeitung „Kaliningradskaja Prawda“ war einst eines der beliebtesten Presseorgane in der Region. Welche Zukunft erwartet sie jetzt? Foto: I.S.
Die Druckerei weigerte sich, das Blatt unter der Bedingung einer späteren Bezahlung weiter zu drucken.

Der Generaldirektor der „Kaliningradskaja Prawda“, Igor Nikonow, erklärte, dass die Zeitung ab dem 18. Januar bis auf Weiteres nicht mehr erscheinen würde. Der Grund: Die Redaktion sitze ohne Geld und die Druckerei bestehe darauf, dass der Druckauftrag im Voraus zu bezahlen sei. „Unsere Ausgaben übersteigen die Einnahmen. Eine weitere Beibehaltung der Unrentabilität ist unhaltbar“, gestand Nikonow.

Der Herausgeber der „Kaliningradskaja Prawda“ ist in der Sowjetzeit das Gebietskomitee der regierenden Kommunistischen Partei gewesen. Das Blatt war das offizielle Sprachrohr der damaligen Machthaber und erschien damals fast täglich mit einer Auflage von bis zu 300.000 Exemplaren.

Als diese Ausgabe des KE druckfertig war, kam die Nachricht, dass man die Herausgabe der „Kaliningradskaja Prawda“ wiederaufgenommen hat. Die Nr. 9/2018 ist auf der Webseite http://www.kaliningradka.ru tatsächlich einzusehen. Es fehlt jedoch jeglicher Hinweis darauf, wie es um die weitere Finanzierung des Blattes bestellt sei.




Devisenkurse: 07. 09. 2018
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Quelle:Russ. Zentralbank