Geschichte & Gegenwart
31. 01. 2018
155 Jahre Friedländer Tor
Ganze 155 Jahre - so alt ist das Friedländer Tor. Dabei ist es das jüngste unter den insgesamt sieben Stadttoren, die es seinerzeit in Königsberg gab.

Die Nordseite des historischen Stadttores mit dem Eingang ins Museum. Foto: I.S.
Anfang des 20. Jahrhunderts verzichtete das deutsche Militär auf die weitere Nutzung des Friedländer Tores als Teil der Königsberger Befestigungsringes und verkaufte es an die Stadt. Diese beschloss, den Stadtverkehr nicht mehr durch das Tor, sondern an dem Tor vorbei erfolgen zu lassen. Nach dem Zweiten Weltkrieg stand das Friedländer Tor eine Zeit lang leer und wurde später zweckentfremdet als Warenlager benutzt.

Als der umliegende Südpark und seine Teiche Ende der 1980er Jahre gesäubert wurden, fand man darin viele alte Gegenstände und machte sie zu den ersten Ausstellungsstücken des neuen Museums „Friedländer Tor“. Letzteres blickt heute auf fünfzehn Jahre seines Bestehens zurück.
Das Museum weist sechs Ausstellungsräume auf und verfügt außerdem über einen extra Bau, in dem es eine eigenartige Holographie-Exposition untergebracht hat. Ein einstiger Bombenkeller gehört ebenfalls zu den Räumlichkeiten des Museums.

Das Museum Friedländer Tor wird als Besuchsziel und Touristenattraktion immer bekannter und beliebter, die durchschnittliche Besucherzahl ist heute ungefähr dreimal so hoch wie vor etwa fünf Jahren. Die Mitarbeiter des Museums organisieren viele neue Ausstellungen, darunter auch Wanderausstellungen, und bereichern die musealen Bestände mit immer neuen Artefakten. Die Sammlung des Museums setzt sich heute aus über 3.000 verschiedenen Gegenständen zusammen. Für all das ist jetzt eine neue, viel größere Ausstellungshalle erforderlich. Die Mitarbeiter des Museum hoffen sehr, dass ihnen die Stadt irgendwann eine solche Halle zur Verfügung stellen würde.




Devisenkurse: 31. 01. 2018
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Quelle:Russ. Zentralbank