Stadt und Menschen
31. 01. 2018
Er bleibt für immer in unseren Herzen
Aleksej Gubin, Historiker, Schriftsteller und Vorsitzender des regionalen Heimatklubs, starb am 13. Januar 2018 in Kaliningrad im Alter von 87 Jahren.

Wir, die KE-Redaktion, hatten das Glück und die Ehre, den Kenner und Patrioten unserer jahrhundertealten Stadt Aleksej Borissowitsch Gubin unter unseren Autoren und Freunden zu haben.
Sein Leben und Wirken ist von der Geschichte unserer Stadt nicht zu trennen. „Veteran des Wiederaufbaus Kaliningrads“ (2009), „Verdienter Fachmann der Baubranche“ (2012), „Träger des Schöpfungspreises Sosidanije“, ihm sind Artikel in der Enzyklopädie „Beste Menschen Russlands“ und in der „Enzyklopädie des Kaliningrader Gebietes“ gewidmet – all das ist noch keine vollständige Aufzählung von Aleksej Gubins Ehrentiteln und Würdigungen.

Von seiner Begabung, mitreißend und inhaltsreich über die Geschichte und Gegenwart der Stadt zu schreiben, in der er lebte und wirkte, machte Aleksej Gubin relativ spät zum ersten Mal Gebrauch - er stand damals schon im Alter von 57 Jahren. Sein Lieblingsthema war Königsbergs Geschichte – wo und wie sie im heutigen Kaliningrad immer wieder zum Vorschein kommt. Er war aber auch ein faszinierter Fotograf, er bereiste seinerzeit fast das ganze Gebiet, meist mit dem Fahrrad, und hielt mit seiner Kamera viel von dem fest, was heute leider nicht mehr besteht und nur noch als Erwähnung in Archiven zu finden ist.

Sein erstes Buch „Wenn Sie zum ersten Mal in Kaliningrad sind“ erschien 1990. Ein Jahr später veröffentlichte er die „Essays zur Geschichte Königsbergs“. Von 1989 bis 2003 brachte er über 800 verschiedene Artikel zu heimatkundlichen Themen heraus. Einige von Gubins Artikeln übersetzten wir ins Deutsche und machten sie unseren Lesern unter der Rubrik „Geschichte und Gegenwart“ zugänglich. Sie fanden meistens ein sehr positives Echo.

Mit Aleksej Gubin ist von uns ein gewichtiger Teil der Kaliningrader Geschichtsforschung, Selbsterkundung, ja Selbstidentifikation gegangen. Man wird diese Lücke sicherlich nicht so bald schließen können. Wir, seine Mitbürger, hoffen, dass der Kaliningrader Heimatklub den Namen seines Begründers in Ehren behalten und die von ihm begonnenen Forschungen weiterführen wird.
Wir alle werden Aleksej Gubin sehr vermissen, ihn und sein Lebenswerk immer in dankbarer und ehrenvoller Erinnerung behalten.

Redaktion „Königsberger Express“




Devisenkurse: 31. 03. 2018
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Quelle:Russ. Zentralbank