Militär
29. 12. 2017
Armee zeigt, was sie hat
Verwundert und etwas besorgt schauten unsere Kaliningrader Mitbürger an einem spätherbstlichen Wochende auf gepanzerte Militärfahrzeuge, Fliegerabwehrkanonen und Raketenwaffensysteme, die plötzlich durch die Kaliningrader Straßen in Richtung Stadtzentrum rollten.

Die senkrecht aufgestellten Raketencontainer verliehen dem Siegesplatz an dem Wochenende einen martialischen Anblick. Foto: I.S.
Es stellte sich aber bald heraus, dass die Militärs nichts Böses im Schilde führten, sondern nur ihr Berufsfest – den Tag der Artillerie und Raketentruppen – feiern und uns, ihren zivilen Landsleuten, das Kriegsgerät und Waffensysteme zeigen wollten, über die Baltische Flotte heutzutage verfügt.

Trotz Nieselregen und feuchtem Schnee fanden sich nicht wenige Interessenten, die diese improvisierte Waffenausstellung auf dem Siegesplatz besuchten, um durch das Zielrohr einer Kanone zu blicken oder mit eigenen Händen zu testen, wie sich eine Kalaschnikow so „anfühlt“. Vor einigen Ausstellungsstücken bildeten sich sogar lange Menschenschlangen. Merkwürdigerweise waren die meisten Schaulustigen dort weiblichen Geschlechts.

Ausgestellt waren mehrere gepanzerte Mannschaftswagen des Typs „BTR-82A“, die Fliegerabwehrsysteme „Panzir S-1“ und „S-400“, ein Mehrfachraketenwerfer „Grad“ und die für Küstentruppen entwickelten Raketensysteme „Bal“ und „Bastion“. Direkt vor der Christus-Erlöser-Kathedrale waren ein paar Armeezelte aufgeschlagen, in einem von denen ein mobiler Rekrutenpunkt untergebracht war. Wer wollte, konnte sich da zum Wehrdienst als Soldat auf Zeit freiwillig anmelden.

Ein Orchester der Baltischen Flotte schmetterte Marschmusik herunter und sorgte bei Zuhörern und Teilnehmern der Aktion für eine fröhlich ausgelassene und patriotisch gefärbte Stimmung.




Devisenkurse: 07. 09. 2018
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Quelle:Russ. Zentralbank