Geschichte & Kultur
29. 12. 2017
Gegen den Verfall historischer Bauten
Aktivisten des Vereins „Ungleichgültige Bürger“ sammeln Unterschriften unter einer Petition, in der zum Schutz des historischen, im 18. bis 20. Jh. erbauten Gebäudekomplexes an der Litauischen Wallstraße aufgerufen wird.

Ein Teil des alten Wohnhauses brannte aus, die Einwohner mussten ausziehen. Foto: I.S.
Die auf der Webseite „Change“ veröffentlichte Petition enthält schon über 400 Unterschriften.

Eines der in der Petition erwähnten Gebäude aus den 1920er is 1930er Jahren wurde kürzlich von Feuer beschädigt. Das Gebäude diente in Kaliningrad viele Jahre als Wohnhaus, bis es so baufällig wurde, dass seine weitere Nutzung in dieser Eigenschaft als unmöglich befunden wurde.

Ohne dringende Sanierung ist ein weiterer Verfall des Gebäudes unvermeidlich. Der Verein „Unglichgültige Bürger“ bemüht sich nun darum, dass dem Gebäude als vorrangige Maßnahme der Kulturerbestatus zuerkannt wird.

„Wir glauben fest daran, dass wir dadurch nicht nur das brandbeschädigte Gebäude, sondern auch den ganzen hier befindlichen Architekturkomplex vor dem Untergang retten könnten. Der Architekturkomplex schließt unter anderem das Sackheimer Tor, das Königliche Waisenhaus und ein Schulgebäude in sich ein.

Die Teile des Architekturkomplexes müssen in ihrem historisch überlieferten Baustil erhalten werden. Was stellenweise verloren ging, muss nachgebaut werden“, heißt es in der Petition, mit der sich die „ungleichgültigen Bürger“ an Gouverneur Anton Alichanow, Bürgermeister Alexander Jaroschuk und den Chef der Denkmalschutzbehörde Jewgeni Maslow gewandt haben.




Devisenkurse: 07. 09. 2018
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Quelle:Russ. Zentralbank