Geschichte & Gegenwart
30. 11. 2017
Kellergewölbe des Schlosses bekommen Glaskuppel
Die Reste des Fundaments und einige Kellergewölbe – das ist praktisch alles, was in Kaliningrad vom einstigen Königlichen Schloss übriggeblieben ist. Sie sollen jetzt zum Schutz gegen weiteren Verfall mit Glas „überdacht“ werden.

Das Bilder zeigt den Beginn der Ausgrabungen am ehemaligen Königlichen Schloss. Den Anstoß für die Nachforschungen hatte 2005 das deutsche Magazin „DER SPIEGEL“ gegeben. Foto: Archiv kinfa
Garri Goldman, der Vizepremierminister der Gebietsregierung, sagte in einem Interview mit der Zeitung „Argumenty i Fakty“, dass das Projekt zur Konservierung der Reste der Schlossruine schon fertig sei und man plane, es bald in die Tat umzusetzen. Das Gelände, wo früher das Schloss stand, werde eine Art Freilichtmuseum sein. Die alten Gemäuer werde man dann durch ein Glasdeckel sehen können. Sie sollen mit Hilfe von Lampen angeleuchtet werden, die man unter dem Glasdeckel unterzubringen gedenkt.

Man hofft mit der Aufstellung des Glasdeckels und der Eröffnung der historischen Sehenswürdigkeit für Touristen noch vor dem Beginn der Fußballweltmeisterschaft-2018 fertig zu werden.

Die voraussichtlichen Konservierungsskosten werden nicht angegeben. Man versichert lediglich, dass man dazu keine einzige Kopeke aus der Staats-, Gebiets- oder Stadtkasse verwenden werde: Alle Kosten wolle ein nicht genannter Investor übernehmen.

Unter den langjährigen Diskussionen, ob es sich lohne, das Königliche Schloss wiederaufzubauen, ist somit der Schlusstrich gezogen. Das Urteil lautet: Nein! An dieser his-torischen Stätte wird also das „Freilichtmuseum“ einiger weniger Kellerräume sein.




Devisenkurse: 30. 11. 2017
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Quelle:Russ. Zentralbank