Maritimes
30. 11. 2017
Zeugnis vom tragischen Schicksal der „Velox“
Kaliningrader Taucher holten vom Grund der Ostsee unweit der Landspitze Taran (ehem. Brüsterort) ein Werftschild und einen Juffers (hölzerner Klampblock mit drei Löchern für Schiffsseile) hervor.

Das Werftschild enthält das Baujahr und den Namen der Werft, auf der die „Velox“ einst gebaut wurde. Foto: I.S.
Es stellte sich nachher heraus, dass es bei den Funden um Teile des deutschen Schiffes „Velox“ handelt. Die „Velox“ lief am 1. Juli 1916 auf eine Treibmine auf und sank. Das Werftschild enthält Angaben über das Baujahr: 1883. Das ist praktisch alles, was man bisher über dieses Schiff in Erfahrung bringen konnte.

Die Finder – sie gehören dem in Jantarnyj (ehem. Palmnicken) ansässigen Taucherklub „Demersus“ an – übergaben die geborgenen Raritäten dem Kaliningrader Meeresmuseum. Es ist nicht der erste Fall ihrer Kooperation mit dem Meeresmuseum. 2013 hatten sie – ebenfalls im Bereich der Landspitze Taran – zwei Anker gefunden. „Einer dieser Anker ist jetzt in der Museumshalle ‚Glubina‘ (Dt.: ‚Tiefe‘ - Anm. der KE-Redaktion) ausgestellt“, sagte eine Mitarbeiterin des Museums. „Jetzt, nachdem in der Ostsee auch dieses Werftschild entdeckt wurde, wissen wir, welchem Schiff beide Anker angehört hatten.“

Das Werftschild, der Juffers und der Anker werden bald im Ausstellungsraum einen gebührenden Platz finden und den Besuchern das Museums ein Zeugnis vom tragischen Schicksal der deutschen „Velox“ ablegen.




Devisenkurse: 30. 11. 2017
1 EUR = 69,2000 Rbl
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Quelle:Russ. Zentralbank