Geschichte & Gegenwart
31. 10. 2017
Russische Mauersteine für ein deutsches Schloss
Es hat sich im Zuge der Konservierung des Schlosses Brandenburg in Uschakowo herausgestellt, dass die dafür benötigten Mauersteine im Gebiet nicht hergestellt werden.

Einige der wenigen noch stehenden Mauern der einstigen deutschen Festung Brandenburg in Uschakowo. Foto: I.S.
Man hat sie deshalb bei Ziegelsteinproduzenten in den Städten Tula und Engels (Zentralrussland) bestellt. Es ist ja klar, dass man eine im 13. Jahrhundert erbaute Burg aus Mauersteinen wiederaufbauen soll, die denen aus dem Mittelalter nach Maß und Aussehen möglichst ähnlich sind. Spezialisten behaupten, dass man die Backsteine aus Tula und Engels von den Originalsteinen der Burg in ein paar Jahren nicht mehr wird unterscheiden können. Selbstverständlich ist man bei den Konservierungsarbeiten bemüht, möglichst viel von der alten Bausubstanz zu erhalten.

Die erste Phase der Konservierungsarbeiten, bei denen bereits rund 15 Millionen Rubel verbaut wurden, geht ihrem Ende zu. Die Arbeiter putzen den oberen Rand der Mauern ab, sanieren die Mauern und stellenweise auch das Fundament der Burg. Die Mauern werden befestigt, die Löcher darin werden mit modernen Ziegelsteinen ausgefüllt.

Der gesamte für die Konservierung und den teilweisen Wiederaufbau des Schlosses Brandenburg benötigte Finanzierungsumfang wird auf rund 400 Millionen Rubel geschätzt. Die Kosten haben das Kulturministerium der Zentralregierung und die Kaliningrader Eparchie der Rusisch-Orthodoxen Kirche – sie ist ja jetzt der Eigentümer der Burg – übernommen.




Devisenkurse: 31. 10. 2017
1 EUR = 67,6400 Rbl
1 US$ = 58,1200 Rbl
Quelle:Russ. Zentralbank