Soziales
31. 10. 2017
Volksbildung braucht mehr junge Lehrkräfte
32 Prozent aller im Gebiet tätigen Schullehrerinnen und -lehrer stehen im Rentenalter, einige von ihnen haben es sogar vor Jahren erreicht.

„Bin gespannt, ob wir im neuen Schuljahr eine junge oder eine schon etwas ältere Lehrerin bekommen?“ Foto: I.S.
Um das Durchschnittsalter des regionalen Lehrkörpers drastisch zu reduzieren, bräuchte das Gebiet jährlich einen Neuzugang von bis zu 300 jungen Lehrerinnen und Lehrern – und dies im Laufe von mindestens sieben oder acht kommenden Jahren.

Wie bekannt sieht eine optimale Alterszusammensetzung in fast jedem Arbeitskollektiv wie folgt aus: ein Viertel der Kollegen sollen junge Menschen im Alter bis 25 Jahren ausmachen, ein anderes Viertel kann auf Menschen im Alter ab 55 Jahren entfallen und die restlichen 50 Prozent sollen Menschen im mittleren Alter – so zwischen 25 und 55 Jahren – sein.

In den Kainingrader Schulen machen junge Lehrerinnen und Lehrer nur 20 Prozent des Lehrkörpers aus, fast doppelt so viel – 32 Prozent – entfallen auf „Rentner“ und sogar auf „hochbetagte Rentner“. Das regionale Bildungsministerium ist bestrebt, diese Relation zugunsten der jüngeren Fachkräfte zu verändern – nicht zuletzt um das Volksbildungssystem für neue pädagogische Ideen und kreative Unterrichtsmethoden empfänglicher zu machen.

„Der Trend, dass sich recht viele Abgänger pädagogischer Hochschulen für eine Arbeit als Schullehrer entscheiden, hält erst seit etwa drei Jahren an“, sagte die regionale Bildungsministerin, Swetlana Trussenjowa, der Zeitung „Komsomolskaja Prawda“.

„In diesem Jahr haben 200 junge Lehrerinnen und Lehrer die Arbeit in den Schulen unseres Gebietes aufgenommen, voriges Jahr waren es 145, im Jahr zuvor 101 und noch früher konnten wir leider lediglich 15 bis 20 junge Fachkräfte pro Jahr für die Arbeit in unseren Schulen gewinnen.“




Devisenkurse: 31. 10. 2017
1 EUR = 67,6400 Rbl
1 US$ = 58,1200 Rbl
Quelle:Russ. Zentralbank