Kultur
31. 10. 2017
Neues Leben einer alten Orgel
Die Gemeindemitglieder der katholischen Kirche des Heiligen Adalbertus in der Alexander-Newski-Straße können jetzt bei Gottesdiensten den wunderschönen Klang einer über 100 Jahre alten Orgel genießen.

Das wetvolle Instrument passt hervorragend in eine Nische über dem Balkon des Kirchenschiffes. Foto: I.S.
Das Instrument wurde vor 111 Jahren vom schweizerischen Orgelbauer „Dumas und Söhne“ erschaffen. Es gehörte vor einiger Zeit zur Ausstattung eines Gotteshauses in der westdeutschen Stadt Bochum. Es kam so, dass das Gotteshaus all seine Gemeindemitglieder verloren hatte und danach als Immobilie versteigert wurde. Das Gebäude erwarb ein Privatbesitzer, der darin eine Gaststätte eröffnen wollte. Da er die Orgel nicht gebrauchen konnte, bot er sie jedem beliebigen Interessenten zu Bedingungen einer Selbstabholung an. An das Angebot war die einzige Bedingung geknüpft: Man musste das alte Instrument vor Ort auseinandernehmen. Also wurde die Orgel demontiert und mit einem Lkw nach Kaliningrad gebracht.

Im Unterschied zu moderneren Orgeln gibt es bei dieser Orgel keine elektronischen Bauteile. Im Fachjargon der Musiker heißt es: Ihr Klang sei deshalb „lebendig“.

Jede der 3.000 Pfeifen der Orgel musste einzeln geprüft und bei Bedarf aufs neue intoniert werden. Diese Arbeit nahm einer Fachfirma aus Polen über sieben Tage in Anspruch.




Devisenkurse: 31. 10. 2017
1 EUR = 67,6400 Rbl
1 US$ = 58,1200 Rbl
Quelle:Russ. Zentralbank