Wirtschaft
31. 10. 2017
Von Europa nach China via Kaliningrad
Der internationale Containerverkehr zwischen Europa und China wird nun über das Eisenbahnnetz im Kaliningrader Gebiet abgewickelt.

Die Umladung auf die jeweilige Schienenspur ist weitgehend automatisiert, das Personal erfüllt in den meisten Fällen nur eine Kontrollfunktion. Foto: I.S.
Ende September traf in Tschernjachowsk (ehem. Insterburg) der erste kombinierte Containerzug aus dem polnischen Lodz ein. Die Großcontainer – insgesamt 41 an der Zahl – wurden von Eisenbahnflachwagen mit europäischer Spurweite auf Wagen mit der etwas breiteren russischen Spurweite umgeladen. Sobald man damit fertig war, schickte man den Zug auf die Reise durch ganz Russland bis zu der Station Tschendu in China weiter.

Dass der Containerverkehr jetzt über das Kaliningrader Gebiet läuft, ist vielversprechend. Dadurch können sowohl die Einnahmen der regionalen Eisenbahn gesteigert, als auch die Haushalte aller Verwaltungsebenen mit zusätzlichen Steuergeldern gefüllt werden.

Die Kaliningrader Eisenbahn hofft jährlich bis zu 365 Containerzüge, vielleicht auch mehr, abfertigen zu können. Eine Umladeanlage gibt es bald nicht nur in Tschernjachowsk, sondern auch an der bei Kaliningrad gelegenen Bahnstation Dserschinskaja. Letztere wird dazu mit Kränen zum Umladen von Großcontainern und mit sonstiger Eisenbahntechnik ausgerüstet.




Devisenkurse: 31. 10. 2017
1 EUR = 67,6400 Rbl
1 US$ = 58,1200 Rbl
Quelle:Russ. Zentralbank