Geschichte & Gegenwart
31. 08. 2017
Kants Haus: Stand der Restauration
Wie bekannt befindet sich das sogenannte Kant-Haus in der Siedlung Weselowka unweit von Tschernjachowsk (ehem. Jüdschen bei Insterburg). Überlieferten Angaben zufolge soll Immanuel Kant in diesem Haus drei Jahre lang als Privatlehrer gearbeitet und gewohnt haben.

Kants Haus in Weselowka steht auf dem Programm des Touristenausflugs „Auf den Spuren von Immanuel Kant“. Foto: gov39.ru
Der Obmann des am Baudenkmal eingesetzten Bautrupps sagte der Zeitung „Komsomolskaja Prawda“, dass ein Teil der Fassade wegen sich weitender Risse auseinandergenommen und dann aufs neue zusammengegebaut werden musste. Alle Fensteröffnungen seien erneuert und die Mauern fast vollständig saniert worden. Man sei jetzt dabei, alte, meist stark vermoderte Dachsparren durch neue zu ersetzen. Die Dachpfannen müssen auch komplett erneuert werden, weil sie „blätterig“ geworden seien.

Der Wiederaufbau des Kant-Hauses wurde einer in Moskau ansässigen wissenschaftlichen Restaurationswerkstatt aufgetragen. Diese hat mit Restaurationsarbeiten in Februar dieses Jahres begonnen. Der Abschluss der Restauration ist für Ende 2017 vorgesehen. Die Kosten in Höhe von 46,3 Millionen Rubel übernahm der Reservefonds des russischen Präsidenten.

Zur Information: Das heutige Baudenkmal „Kants Haus“ entstand Ende des 19. oder Anfang des 20. Jahrhunderts auf dem Fundament eines älteren Hauses. Letzteres war allem Anschein nach Ende des 17. Jahrhunderts erbaut und Mitte des 18. Jahrhunderts für einen Pfarrer namens Daniel Ernst Andersch umgebaut worden. Immanuel Kant soll drei Jahre lang, von 1747 bis 1751, als Privatlehrer im Haus von Pfarrer Andersch gewohnt und gearbeitet haben. Gerade in diese Zeit, von 1747 bis 1755, fällt Kants Arbeit an seiner Theorie über die Entstehung des Sonnensystems aus einem ursprünglichen Nebelhaufen, die er nachher veröffentlicht hatte.




Devisenkurse: 31. 08. 2017
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Quelle:Russ. Zentralbank