Geschichte & Gegenwart
31. 08. 2017
Segelflüge über Wald und Flur
Die Segelfliegerei ist eine schöne Tradition, welche die Kurische Nehrung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts weltweit bekannt machte. Aber auch im unserer Zeit kann man sich am Anblick von über der Nehrung schwebenden Segelflugzeugen, zumindest einmal im Jahr, erfreuen.

Die Vorbereitung auf den Flug nahm wegen des zu starken Windes etwas mehr Zeit in Anspruch. Foto: I.S.
So ist auch am 6. August 2017 ein Luftsegler sieben Mal von einer Wiese bei Rybatschij (ehem. Rossitten) in die Luft abgehoben. Am Steuerknüppel nahmen einer nach dem anderen sieben deutsche Sportflieger Platz, darunter auch eine Fliegerin. Sie alle waren extra dazu aus Deutschland angereist. Und sie hatten einen echten Odltimer, das historische Segelflugzeug „Grunau Baby 2B“ zum Segelflugtag auf der Kurischen Nehrung mitgebracht.

Der Direktor des Nationalparks Kurische Nehrung, Anatolij Kalina, und der Vizepräsident des internationalen Vintage-Glider-Clubs, Dr. Harald Kämper, erklärten um 11:30 Uhr den diesjährigen Segelflugtag für eröffnet.

Gestartet wurde traditionell mit Hilfe von Gummisträngen, die im Fachjargon Gummihunde genannt werden. Die Segelflüge hätten an diesem Tag noch schöner und eindrucksvoller sein können, wenn es nur nicht einen sehr starken Seitenwind und ab und zu auch noch Regen gäbe. Deshalb wurde jeder gelungene Start von zahlreichen Zuschauern begeistert beklatscht.

Ein besonderes Interesse galt dem Flug von Frau Barbara Tietze (68). Die Bibliotekarin aus einer deutschen Uni flog siebzehn Sekunden lang. Es war der erste Fall nach 72 Jahren, dass im Himmel über der Kurischen Nehrung eine Frau wieder geflogen ist.






Devisenkurse: 29. 09. 2017
1 EUR = 68,4500 Rbl
1 US$ = 58,0200 Rbl
Quelle:Russ. Zentralbank