Soziales
31. 07. 2017
Verarmung ist nicht zu übersehen
Das Kaliningrader Soziologiezentrum hat die Gebietsbewohner auf ihr soziales Selbstbefinden befragt. Jeder Zweite der insgesamt eintausend Befragten äußerte sich zu der Lage in der Region eher negativ.

Niedrige Renten machen ältere Menschen zu der sozial schwächsten Bevölkerungsschicht in Russland. Foto: I.S.
Der Leiter des Soziologiezentrums, Sergej Zypljonkow, sagte im Gespräch mit der Zeitung „Argumenty i Fakty“, dass es in erster Linie die sinkenden Löhne, die negativen Tendenzen bei Lebensqualität und Wohlstand sowie steigende Lebensmittelpreise sind, welche die Gebietsbewohner immer mehr verunsichern.

32 Prozent der Befragten stufen ihr eigenes Einkommen als niedrig oder sehr niedrig ein. Die Hälfte von ihnen bedauern, dass sich ihre materielle Lage besonders in den letzten drei bis vier Monaten merklich verschlechtert hat. Das widerspricht übrigens den offiziellen Angaben des Statistikamtes, welche die Inflation verniedlichend als niedrig bezeichnen. Das Einkommen der meisten Menschen ist erheblich gesunken. Lediglich 11 Prozent der Befragten bewerten ihre materielle Lage als zufriedenstellend.

Die schlechte Qualität von kommunalen Dienstleistungen und steigende Tarife in diesem Bereich bilden den zweiten Schmerzpunkt des sozialen Selbstbefindens in der Region.

Drittens macht die schlechte Straßenqualität den Menschen im Gebiet große Sorgen. Im Vergleich zu der vor drei Jahren durchgeführten Umfrage wiesen heute viel mehr Kaliningrader auf diesen Mangel hin.




Devisenkurse: 31. 08. 2017
1 EUR = 70,2000 Rbl
1 US$ = 58,7300 Rbl
Quelle:Russ. Zentralbank