Wirtschaft
31. 07. 2017
Bekommt die Exklave eine Ölraffinerie?
Das regionale Industrieministerium hält den Bau einer Ölraffinerie in Kaliningrad für sinnvoll. Gründe dafür seien die geopolitische Lage des Gebietes und dessen Bedarf an Produkten der Ölverarbeitung.

Die Schiffe und Motorboote des LUKOIL-Konzernssieht man fast täglich unweit eines Ölvorkommens in der Ostsee gegenüber Pionerskij. Foto: I.S.
Von 1998 bis 2012 hat es schon mehrere Investitionsvorschläge und Pläne für den Bau einer Ölraffinerie bei Kaliningrad gegeben. Diese wurden der Gebiets- und Zentralregierung von verschiedenen Unternehmen aus dem In- und Ausland vorgelegt.

Eine russische Gesellschaft erwägte beispielsweise die Möglichkeit, im Gebiet eine Ölraffinerie mit einer Jahresleistung von 185.000 Tonnen Rohöl zur Herstellung von Motorkraftstoffen der Industrienorm „Euro-4-5“ zu bauen. Außerdem zeigte eine größere internationale Gesellschaft 2012 ihr Interesse für den Bau einer Ölraffinerie im Gebiet.

Experten zufolge wäre eine Ölraffinerie im Gebiet erst dann wirtschaftlich, wenn sie mindestens 6.000.000 bis 8.000.000 Tonnen Rohöl im Jahr verarbeiten könnte. Es gebe aber keine Gewähr, dass man so viel Rohöl zu annehmbaren Transportkosten ins Gebiet würde liefern können. Eine Ölraffinerie kleinerer Leistung würde sich erst rentieren, wenn man das gesamte im Gebiet geförderte Öl langfristig hier vor Ort verarbeiten könnte.




Devisenkurse: 31. 07. 2017
1 EUR = 69,6800 Rbl
1 US$ = 59,5400 Rbl
Quelle:Russ. Zentralbank