Mensch und Natur
01. 07. 2017
Das Gehege ist überaltert – Himalaja-und Braunbären ziehen um
Gutachter aus Europa haben geprüft, ob der Kaliningrader Zoo den Anwärterstatus verlassen und zu einem vollwertigen Mitglied von EAZA (European Association of Zoos and Aquaria) werden kann.

Das historische Bärengehege genügt den modernen Anforderungen nicht mehr. Foto: I.S.
Die Gutachter entdeckten zwei Mängel, die dem Beitritt des Zoos zur EAZA momentan noch im Wege stehen: Das historische „Bärengehege“ ist überaltert und genügt den modernen Anforderungen nicht mehr, des gleichen werden tropische Vögel im Zoo nicht ordnungsgemäß gehalten. Der Zoo hat nun zwölf Monate Zeit, um diese Mängel zu beseitigen.

Ein Sprecher des Zoos sagte der Zeitung „Argumenty i Fakty“, dass man den Himalaja-Bär und drei Braunbären aus ihrem renovierungsbedürftigen Freigehege in das Wolfsgehege überführen werde. Der Umbau des Letzteren stehe kurz vor dem Abschluss. Der Sprecher bestätigte, dass das Bärengehege ernstzunehmende Mängel aufweise, die seine weitere Nutzung unmöglich machen.

Das Gehege wurde seinerzeit aus Stein gebaut und es gebe da keine dicke Erdschicht, in der die Bären wühlen könnten. Selbst die Form des Geheges genüge den Bedürfnissen der Bären in keiner Weise. Der Tümpel sei zu klein und die Eisenstacheln an der alten Mauer, die das Bärengehege umgibt, lassen den Betrachter an Unfreiheit und Gewalt denken. Ein neues Gehege soll „komfortabel“ und gemütlich sein.

Die Leitung des Kaliningrader Zoos plant das Bärengehege umzubauen und dort in Zukunft die Nasenbären und einige andere kleine Tiere zu halten.

Die EAZA-Gutachter haben sich mit dem Bauvorhaben „Haus der Tropenvögel“ vertraut gemacht und es positiv befunden.

Die Baukosten werden auf 129 Millionen Rubel geschätzt. Das erforderliche Geld stellen dem Zoo Stadt und Gebiet anteilig zur Verfügung.




Devisenkurse: 31. 08. 2017
1 EUR = 70,2000 Rbl
1 US$ = 58,7300 Rbl
Quelle:Russ. Zentralbank