Brennpunkte
28. 04. 2017
Munition im Naturschutzgebiet
Im Nationalpark „Kurische Nehrung“ sind unweit der von Touristen gern besuchten Düne Efa – nur zwei Kilometer von der Siedlung Morskoje entfernt – 122 Artilleriegeschosse aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden.

Bei Wanderungen durch „Berg und Tal“ auf der Nehrung muss man aufpassen, dass man nicht auf ein Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg stößt. Foto. I.S.
Darüber berichtet der regionale Katastrophenschutz. Die Munition hatte über 70 Jahre lang unweit der populären touristischen Wanderroute „41. Kilometer“ im Sand gelegen. Angehörige der Pioniertruppen bargen die Geschosse behutsam aus dem Sand und brachten sie auf einen militärischen Übungsplatz, wo sie durch Sprengung unschädlich gemacht wurden.

Nach Schätzungen der regionalen Katastrophenschutzverwaltung könnten im Gebiet noch über eine Million Stück scharfer Munition aus dem Zweiten Weltkrieg unentdeckt lagern. Mienen, Bomben und Granaten kommen manchmal von alleine zum Vorschein, wenn ihnen die obenauf liegende Erdschicht durch Witterungseinflüsse abhanden kommt. Für illegale Schätzgräber sind sie dann ein begehrter Fund.

Ein solcher Schatzgräber wurde kürzlich in Polessk (ehem. Labiau) verhaftet. In seiner Wohnung wurden vier Gewehrläufe, ein Bajonett zum Karabiner des Typs „Mauser“, mehrere Schusswaffen seltener Typen und sogar eine Fliegerabwehrkanone entdeckt. Gegen den Mann läuft nun ein Kriminalverfahren.




Devisenkurse: 31. 10. 2017
1 EUR = 67,6400 Rbl
1 US$ = 58,1200 Rbl
Quelle:Russ. Zentralbank