Mensch und Natur
02. 04. 2017
Kilogrammschwere und superteuere Bernsteinstücke
Im Tagebau des Bernsteinkombinats in Jantarnyj findet man in letzter Zeit immer häufiger überdurchschnittlich große Bernsteinklumpen.

Der Erfolg einer „Bernsteinjagd“ ist immer ungewiss. Foto: I.S.
2016 sind dort beispielsweise 14 Bernsteine mit einem jeweiligen Gewicht von über 1 Kilogramm an die Erdoberfläche gefördert worden. Zuvor waren es im Durchschnitt nur sechs bis sieben solch großer Steine im Jahr gewesen.

Im Juli 2016 wurde in Jantarnyj ein 2,7 kg schwerer Bernsteinklumpen entdeckt. Ein vergleichbarer Fund liegt über dreißig Jahre zurück.

In diesem Jahr wurde dort am 1. März ein 2,36 kg schwerer Stein gefördert. Ihm folgte am Tag darauf ein etwas kleineres Bernsteinstück – er wog „lediglich“ 1,32 kg, wies dafür aber eine eigenartige Farbe auf, die in Fachkreisen „Drachenblut“ genannt wird.

Vor nicht allzu langer Zeit verfügte in Japan einzig und allein der Kaiser über das Privileg, so großen Bernsteinschmuck zu tragen. Das Kombinat in Jantarnyj fördert indes immer weitere Prachtstücke – am 6. März einen 3,18 kg und vier Tage später einen 3,2 schweren Bernsteinklumpen – an die Erdoberfläche.

Den genauen Wert der Funde werden noch die Experten ermitteln. Erst danach wird das Kombinat die Großstücke versteigern oder im betriebseigenen Museum belassen dürfen.

Zum Vergleich: Ein 2016 entdecktes, 1,8 kg schweres Stück Bernstein wurde auf einer Auktion für 1,5 Millionen Rubel verkauft.




Devisenkurse: 29. 09. 2017
1 EUR = 68,4500 Rbl
1 US$ = 58,0200 Rbl
Quelle:Russ. Zentralbank