Zusammenarbeit
02. 04. 2017
„Unser gemeinsames geistiges Gut bewahren“
Die Gesellschaft der „Freunde Kants und Königsbergs“ hielt am 25. Februar 2017 in Berlin ihre Jahresversammlung ab. Diese fand im Käthe-Kollwitz-Museum statt.

Die Leiterin des Käthe-Kollwitz-Museums, Iris Berndt, eröffnet die Jahresversammlung des Vereins der „Freunde Kants und Königsbergs“. Foto. B.V.
Das ist von besonderer Bedeutung, weil der in Königsberg geborenen Künstlerin in diesem Jahr – zur 150. Wiederkehr ihres Geburtstages – weltweit und besonders in Kaliningrad gedacht wird.

Die Gesellschaft, die sich der Pflege des philosophischen Erbes Immanuel Kants und darüber hinaus der Weitervermittlung des kulturellen Gedankengutes der europäischen Stadt am Pregel verpflichtet fühlt, hat – wie ihr Vorsitzender Gerfried Horst betonte – jetzt 165 Mitglieder. Fast könnte man sagen, dass diese Mitglieder in allen Teilen der Welt leben, denn nicht nur Deutsche und Russen gehören selbstverständlich dazu, sondern unter anderen auch Franzosen, Italiener, Schweizer, Engländer, Koreaner, Japaner, Kanadier.

Das bedeutet, dass die Gesellschaft an Größe und damit auch an Ausstrahlung gewachsen ist. Insbesondere fühlt sich Gerfried Horst gerufen, weitere Verbindungen kulturell-geistiger Art herzustellen und zum Beispiel unter dem Dach des „Petersburger Dialogs“ die 300. Wiederkehr des Geburtstages Immanuel Kants vorzubereiten. Die beiden russischen Mittglieder des Vorstandes, Svetlana Kolbanjova und Boris Vorobjov, bemühen sich um die Koordinierung der Aufgaben vor Ort. Die Erste hat auf der Jahresversammlung die Kant-Stadt als touristische Marke vorgestellt, der Zweite – wie alljährlich – die neuen Ereignisse in der Oblast Kaliningrad vorgetragen.

Im April 2017 werden sich die Mitglieder der kulturell bestimmten Vereinigung – wie alljährlich – wieder in Kaliningrad treffen und den Geburtstag Immanuel Kants gemeinsam mit russischen, gleichmotivierten Gruppen und vor allem den Bewohnern der Stadt begehen und an dem 1805 – ein Jahr nach dem Tod des großen Philosophen – von seinen Freunden zu seinem Gedächtnis gestifteten Bohnenmahl teilnehmen.

Nur so: Durch das Zusammentreffen von Menschen und das Verstehen von Auffassungen und Meinungen können wir Europäer unser gemeinsames geistiges Gut bewahren und im Sinne der Schrift Immanuel Kants „Zum ewigen Frieden“ handeln.

Regina Wangemann




Devisenkurse: 31. 07. 2017
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Quelle:Russ. Zentralbank