Kultur
02. 04. 2017
See-Elefant entpuppt sich als Internet-Meme „Schdun“
Die Kaliningrader wundern sich, wie ähnlich die Skulptur eines See-Elefanten am Ufer des Oberteichs dem kürzlich populär gewordenen Netzheld „Schdun“ ist.

Diese Skulptur des See-Elefantem am Ufer des Oberteichs ist dem Fantasiegeschöpf Schdun wie aus dem Gesicht geschnitten. Foto: kompravda.eu
Eigentlich schmückt dieses Skulptur seit über 100 Jahren das Ufer des Teichs – erst in Königsberg, danach in Kaliningrad. Sie ist Teil einer Plastikkomposition, die der deutsche Bildhauer Hermann Thiele 1913 unter dem Titel „Meerestiere“ erschaffen hatte.

Für den See-Elefanten beginnt nun ganz unerwartet ein neues Leben: Die Internet-Community hat ihn plötzlich als Meme „Schdun“ „wiederentdeckt“ (Das Wort „Schdun“ ist im Russischen eine Neubildung, es bedeutet so etwas wie „Der Wartende“, allerdings mit einer saloppen, ironischen Stilfärbung).

Das lustige Internet-Meme „Schdun“ geht auf eine von der niederländischen Künstlerin Margriet van Breevoort 2016 erschaffene Plastik „Homunculus Loxodontus“ zurück. Seit einem guten Jahr ist die Plastik in der Universitätsklinik der Stadt Leiden ausgestellt, wo sie einen wartenden Patienten symbolisiert.

Außer dem See-Elefanten „Schdun“ zieren in Kaliningrad auch noch die Figuren eines Seelöwen, eines Seehundes und eines Walrosses die Balustrade am Oberteich.




Devisenkurse: 02. 04. 2017
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Quelle:Russ. Zentralbank