Wirtschaft
31. 01. 2017
Bernstein geht nach China
Das Bernsteinkombinat Jantarny hat mit einem Abnehmer in der Volksrepublik China einen auf drei Jahre ausgelegten Direktvertrag über die Lieferung von Rohbernstein im Wert von zehn Milliarden Rubel geschlossen.

Solche Rohbernstein-Prachtstücke gehören für die Arbeiter im Kombinat zum Alltag. Foto: I.S.
Angaben zufolge handelt es sich dabei um den ersten Exportvertrag, den das Bernsteinkombinat direkt mit einem Abnehmer im Ausland abgeschlossen hat, ohne dabei die Hilfe von Vermittlern in Anspruch zu nehmen.

Experten schätzen, dass von nun an ca. 20 Prozent der jährlichen Bernsteinförderung des Kombinats auf die vereinbarten Lieferungen nach China entfallen werden.

Dem Abschluss des Vertrags gingen Verhandlungen mit Geschäftspartnern aus China, Indien, Polen und Litauen voraus.

Das Gebiet erwartet von diesem Geschäftsabschluss einen erheblichen Anstieg der Steuereinnahmen und eine Stabilisierung des Geschäftsklimas in der Bernsteinindustrie.

Nach Worten von Interims-Gouverneur Anton Alichanov hat sich der chinesische Geschäftspartner verpflichtet, im Kaliningrader Gebiet einen nach dem neuesten Stand der Technik ausgerüsteten Industriebetrieb zur Verarbeitung von Rohbernstein zu errichten.

Das Bernsteinkombinat plant seinerseits eine Personalschulung, um den Einsatz modernster Methoden der Bernsteinverarbeitung zu beschleunigen. Dies würde die Schaffung neuer Arbeitsplätze nach sich ziehen.

„Der Vertrag mit dem chinesischen Geschäftspartner ist ein großer Schritt zur Schaffung eines richtigen ‚Bernsteinverarbeitungsclusters‘ in unserem Gebiet“, sagte Alichanov. „Dadurch soll größere Transparenz in der Bernsteinbranche erzielt und dauerhafte Integration in das internationale Handelssystem ermöglicht werden.“




Devisenkurse: 31. 10. 2017
1 EUR = 67,6400 Rbl
1 US$ = 58,1200 Rbl
Quelle:Russ. Zentralbank