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Politik
Präsidentschaftswahl von Erfolg gekrönt
Trotzdem sollen Staatsbedienstete, die den Wahlen fernblieben, mit Konsequenzen rechnen.

Der neue Präsident Russlands ist in unserer Region gut bekannt, er war hier mehrere Male zu Besuch. Auf dem Bild: Dmitrij Medwedew in Kaliningrad im Juli 2007.
„Noch nie war die Wahlbeteiligung in unserer Region so hoch wie dieses Mal“, erklärte Gouverneur Georgij Boos. Die Feststellung stimmt: 58,44 Prozent der wahlberechtigten Gebietsbewohner nahmen an der Wahl des neuen Präsidenten teil (KE-Red.: Mit knapp 70 Prozent war die Wahlbeteiligung in ganz Russland doch wesentlich höher).

Die Wahlbeteiligung hätte noch höher sein können, wenn einige Mitbürger den Wahlen gegenüber nicht gleichgültig geblieben wären. „Gerade bei Beamten und Angestellten und Bürgern in Uniform erscheint eine solche Haltung höchst befremdend. Menschen, die im Dienste des Staates stehen, haben kein moralisches Recht, den Wahlen fernzubleiben.

Tun sie das trotzdem, dann habe ich große Zweifel, ob sie überhaupt in der Lage sind, großen und verantwortungsvollen Aufgaben, die ihnen ihre Position abverlangt, gerecht zu werden“, sagte Boos. Er kündigte in diesem Zusammenhang Konsequenzen an, die man nun in Bezug auf Amtspersonen, die die Präsidentschaftswahl ignoriert haben, ziehen werde.

Mit 62,09 Prozent der Stimmen (gegenüber 70,28 Prozent in ganz Russland) gaben die Kaliningrader dem Präsidentschaftskandidaten Dmitrij Medwedew den Vorzug. Den zweiten Platz belegte mit 23,27 Prozent der Stimmen (gegenüber 17,72 Prozent in ganz Russland) der Kommunistenführer Gennadij Sjuganow. Ihm folgte mit 11,66 bzw. 9,35 Prozent der Stimmen der Vorsitzende der Liberal-Demokratischen Partei Wladimir Shirinowskij. Das Schlusslicht machte der vierte Kandidat und Führer der Demokratischen Partei Andrej Bogdanow. Er vermochte 1,3 bzw. 1,62 Prozent der Stimmen zu vereinnahmen.

In einem Grußtelegramm, das Gouverneur Georgij Boos an Dmitrij Medwedew schickte, heißt es, dass dessen „Wahlsieg eindeutig beweise, dass die Mehrheit der Russen die jüngsten Veränderungen in unserem Lande unterstütze und mit Zuversicht in die Zukunft blicke.“

(kinfa)




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Quelle:Russ. Zentralbank