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Schwund und Ärger vermeiden
Präsident Wladimir Putin und Gasprom-Chef Aleksej Miller haben erklärt, dass Erdgas in das Kaliningrader Gebiet in Zukunft unter Ausschluss des Transitweges über Weißrussland und Litauen geliefert wird.
Dieses gab der russische Präsident bei einem Treffen mit führenden Vertretern der russischen Geschäftswelt am 3. Juli in Kaliningrad bekannt. Die überregionale Tageszeitung „Iswestija“ berichtete dazu, dass das Gebiet Kaliningrad in absehbarer Zeit nicht mehr im Transitverfahren durch die obengenannten Länder, sondern direkt über eine in der Ostsee verlegte Pipeline mit Erdgas beliefert werden soll. Damit werden in Zukunft der transitbedingte „Gasschwund“ und die damit verbundenen Auseinandersetzungen die Beziehungen mit den Transitländern nicht weiter belas-ten. Als Moskau im vergangenen Jahr das Ventil der über Weißrussland verlaufenden Gasleitung zudrehen musste, war dadurch leider die russische Exklave stark in Mitleidenschaft gezogen worden.

Gasprom hofft, die deutsche Ruhrgas AG zur Mitarbeit an diesem Projekt zu animieren. Es ist aber nicht bekannt, ob dieses Thema bei Schröders Stippvisite nach Kaliningrad zur Sprache kam.




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Quelle:Russ. Zentralbank