Das Archiv des KÖNIGSBERGER EXPRESS
Geschichte & Gegenwart
Zur Erinnerung an die „Reichskristallnacht“
Eine Trauerkundgebung fand am 9. November vor der Gedenktafel in der Oktjabskaja-Straße statt – dort, wo einst die Königsberger Synagoge gestanden hatte.

Ein Chor aus Litauen singt vor der Gedenktafel an der Mauer des ehemaligen jüdischen Waisenhauses. Foto: I.S.
Die Teilnehmer der Kundgebung gedachten der Opfer der „Reichskristallnacht“ und zündeten Kerzen an in Erinnerung an die Millionen von Juden, die während des Holocausts ermordet wurden.

Ein paar Tage später wurde unsere Stadt zum Austragungsort der internationalen wissenschaftlichen Konferenz „Die Lehren vom Holocaust und das gegenwärtige Russland“. An der Konferenz nahmen über 50 Wissenschaftler und Pädagogen aus Russland, Israel, Japan, den Vereinigten Staaten von Amerika, den GUS-, baltischen und westeuropäischen Ländern teil.

Zur Erinnerung: In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 rollte durch Deutschland und Österreich eine antijüdische Pogromwelle, die wegen zahlreicher von zerschlagenen Fensterscheiben herrührenden Glassplitter unter der Bezeichnung Reichskristallnacht in die Geschichte einging. In dieser Nacht wurden 91 Menschen ermordet, Hunderte von Juden wurden misshandelt und zu Krüppeln geschlagen, 3.500 in KZ‘s gesteckt. In ganz Deutschland wurden dabei 267 Synagogen, 7.500 Geschäfte sowie Hunderte von Privatwohnungen von Juden verbrannt oder verwüstet. Auch Königsberg wurde damals von diesen Pogromen nicht verschont.




Devisenkurse: 31. 10. 2018
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Quelle:Russ. Zentralbank