Das Archiv des KÖNIGSBERGER EXPRESS
Städtebau
Autostaus keine Chance geben!
Die zweite Autobrücke über die zwei Arme des Pregels und die dazwischen liegende Insel ist für den Autoverkehr freigegeben worden.

Eine Straße der Superlative – leider gibt es nicht viele davon im Gebiet. Foto: I.S.
In seiner Ansprache bei der feierlichen Inbetriebnahme der Autobrücke sagte Gouverneur Nikolaj Zukanow: „Wir haben das Versprechen, das wir unseren Mitbürgern gegeben haben, eingelöst. Die Stadt musste über zwanzig Jahre lang auf die Fertigstellung warten. Endlich ist es soweit!“

Das Verkehrsnetz in Kaliningrad müsse aber weiter ausgebaut werden, da die neue Autobrücke den Staus nicht alleine entgegenwirken könne, so Zukanow. An der Autobrücke selbst seien noch ein paar Kleinigkeiten zu erledigen. So werde man noch auf den Ausfahrten zum Moskowskij Prospekt und zur Dserschinskogo-Straße die oberste Schicht der Straßendecke auftragen, die Beleuchtung verbessern und das anliegende Gelände in Ordnung bringen müssen. Außerdem wird man auf Bitte der Anwohner eine Schallschutzmauer und eine Ausfahrt zu den Wohnvierteln in der Karbyschewa-Straße bauen. Dafür ist eine weitere Milliarde Rubel vorgesehen. Die Gesamtkosten des Projektes werden vorläufig auf sieben Milliarden Rubel geschätzt.

Zur Information:
Die Stadt hatte mit dem Bau der zweiten Autobrücke 1985 begonnen. 1992 wurde die Baustelle aus finanziellen Gründen auf Eis gelegt. Die Bauarbeiten wurden 2006 wiederaufgenommen und gingen zwei Jahre weiter, bis das Geld abermals ausging. Seit 2010 wurde an der Brücke weitergebaut, sodass die Ausfahrten zum Moskowskij Prospekt im ersten Halbjahr 2011 fertig waren. Im Dezember 2011 war die ganze Autobrücke mit ihren sechs Fahrstreifen für den Verkehr freigegeben.

Die Brücke hat eine Gesamtlänge von 1.883 Meter und wird auf einer Länge von 880 Meter durch Stahlbetonpfeiler gestützt. Sie darf mit 80 Stundenkilometer befahren werden.




Devisenkurse: 02. 07. 2019
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Quelle:Russ. Zentralbank